Sabah

Reisebericht Sabah 2006

Petrona Towers102

Dschungelassel

Langhaus im Bau auf Kudat

Nasenaffen1

Rafflesia1

libelle-fertig

Porträt

Karte von Sabah mit einem Nachtfalter darauf

karte von Sabah mit Schmetterling

Freitag, 14.04.

Ich  fahre mit dem Taxi zum Flughafen, der Fahrer fährt nicht gut, wahrscheinlich ist er noch müde. Check in Malaysian Airlines ist ok, das Tauchgepäck wird akzeptiert, nachdem ich den Tauchausweis vorzeige.

Der Flug selbst ist ruhig und ohne besondere Höhen und Tiefen, das Unterhaltungsprogramm könnte besser sein.

Samstag, 15.04.

Etwas müde komme ich in KL an, aber das war erst der erste Teil der Reise. Jetzt muß ich den Flughafen wechseln, da Air Asia von einem anderen Terminal abfliegt. Das Ganze ist gut organisiert mit einem Transferbus. Die Schwierigkeit besteht darin, den Bus zu finden, da die Ausschilderungen (noch) nicht gut sind und der Weg lang ist. Der Transfer dauert 22 Minuten und ist ok.

Bei Air Asia darf man pro Person 15 kg mit sich führen, das Handgepäck wurde nicht gewogen. Übergepäck-Bezahlung ist sehr umständlich (12 RM pro kg), kein freies Tauchgepäck.

Zum Essen gibt es mehrere gute Möglichkeiten im Airport.

beim Frühstück auf dem AirAsia Terminal

Flug nach Sabah: neuer Airbus 320 mit Ledersitzen, relativ eng, Crew freundlich, Service gegen Geld (wie Ryanair).

Bei der Ankunft in KK ist die Tauchtasche defekt, das Gepäck wird, wie ich sehe, nicht gut behandelt.

E&C Tours, der Autovermieter wartet bereits, nach einer kurzen Fahrt zum Büro binich  da, der erste Eindruck: zivilisierter als gedacht - schade eigentlich. Dann fahre ich los, der Straßenzustand ist sehr gut (meine letzte Reise führte uns nach Costa Rica, und da war es etwas anders).

Ich fahre einen großen Pickup 4x4. Rückblickend ist das ein suboptimales Auto, besser wäre ein geschlossenes Auto wegen des Platzes im Kofferraum, den man beim Pickup nicht nutzt wegen des Wetters, Diebstahl ect.

Ich fahren zum Rose Cabins Richtung Ranau am Mt. Kinabalu. Vom KK aus sind es etwa 80 km, eine Strecke, die man auch nach den Flügen und der Zeitverschiebung gut fahren kann. Dort checke ich ein, incl. Frühstück und Abendessen kostet es 130 RM.

Rose Cabins8 

Das Zimmer hat einen tollen Blick auf den Mt. Kinabalu.

wolkenloser Kinabalu 

Ich fahre noch kurz zur Orientierung zum nahe gelegenen Eingang des Mt. Kinabalu NP, genieße auf der Rückfahrt den atemberaubenden Sonnenuntergang

.

Am Abend gibt es ein gutes und reichhaltiges chinesisches Abendessen.

Sonntag, 16.04.

Beim Aufwachen habe ich einen blauen Himmel mit einem  tollen Blick auf den Mt. Kinabalu. Es gibt ein gutes Frühstück, allerdings nicht nach euroäischer Art. Einen Tipp eines einheimischen guides zufolge soll ich zum  Mesilau Nature Ressort auf der anderen Seite des Mt. Kinabalu NP fahren und von dort aufsteigen. Also fahre ich erst einmal dahin. Im Dorf Kundasang

 Obstände zwischen Rose Cabins und Mesilau - Kundasan

(Marktstände) geht es links ab in die Berge, danach ist Mesilau ausgeschildert (durch Golfplatz einfach durch fahren).

Eingang des Mesilau Resorts

Im Nature Ressort gibt es einen Trail zu den Pitcher Plants (fleischfressende Pflanzen). Er ist nur mit Guide zu begehen.

Ich mache es ohne, werde eingeholt, ist aber auch besser, denn der Guide Sukaibin

die fressen auch Ratten.... 

verfügt über sehr viel Wissen, spricht ein gutes Englisch, und die 20 RM sind dafür nicht viel.

Pitcher Plant2Pitcher Plant5

Ich sehe einige neue Arten, große Pflanzen haben 3,5 Liter!!! Flüssigkeit und fressen Ratten

Futter...

Sowie jede Menge anderer

Heilpflanzen im Mesilau

Pflanzen z.B. Orchideen.

Orchideen im Mesilau Resort

Dann erkundige ich mich nach dem Aufstiegstrail und mache eine Reservierung für den nächsten Morgen.

Anschließend fahre ich nach Ranau, einem kleinen Städtchen mit Banken, Supermarkt und kleinem Markt.

Ich treffe ein Schild an der Straße

so wird die Rafflesia an der Straße angekündigt

Richtung Poring, auf dem eine blühende Rafflesia angekündigt wird, der Eintritt in den privaten Garten kostet 20 RM pro Person. Dennoch sieht die Blume toll aus,

Rafflesia3

weitere Knospen brauchen noch 6 Monate bis zur Blüte,  sind aber schon handballgroß.

Danach fahre ich zu Poring Hot Springs. Es gibt ein kleines Visitor Centre, die Eintrittskarten vom Mt. Kinabalu gelten auch hier für 3 Tage, Badehäuser und Schwimmbad mit Rutsche sind extra, kleine Pools können so benutzt werden. Es ist sehr voll wegen des Feiertagswochenendes.

Poring Hot Springs1

Auf der Rückfahrt will ich noch einen kleinen Trail im Mt. Kinabalu NP machen, verwerfe diese Idee aber wegen des Regens, der auf einmal hervorbricht.

Montag 17.04.

trail in Poring Hot Springs

Ich habe mich und die Bedingungen komplett falsch eingeschätzt.

hier habe ich vor dem Aufstieg noch gute Laune

Normalerweise findet der Aufstieg zum 4100 Meter hohen Mt. Kinabalu vom NP aus an zwei Tagen statt. Der Trail von Mesilau aus ist 3 Kilometer länger und - was mir niemand gesagt hatte - während der kürzere Trail permanent ansteigt, hat man hier nach 600 Höhenmetern erst mal wieder 700 Meter Abstieg, so dass man völlig fertig schon mal unter seinen Ausgangsniveau von 2000 bei 1900 ankommt, um sich nun dem eigentlichen Aufstieg zu widmen. Der zweite Fehler ist ein viel zu schwerer Rucksack. Ich habe ca. 8 kg mit und zunehmend spürt man jedes Gramm. Da es überall am Weg Wasser gibt, reicht eigentlich eine Regenjacke und etwas zu essen, wenn man Auf- und Abstieg an einem Tag machen möchte. Darüber hinaus habe ich viel zu schwer und zu fett gefrühstückt und muss mich bereits nach einem halben Kilometer erst einmal übergeben, um dann mit völlig leerem Magen weiterzulaufen, was auch nicht wirklich zielfördernd ist.

Nebelwald auf dem Kinabalu

Nach reichlichen 6 Kilometern erreichen wir die Kreuzung zu dem anderen Aufstiegsweg, der bis hierhin nur 4 Kilometer lang war und ich beschließe, von hier den Abstieg direkt zu machen. Bis zur Hütte wäre es durchaus noch möglich gewesen aber der Gipfel und der Abstieg ist nicht mehr drin, so dass ich auch gleich hier absteigen kann. Auf dem Mesilau trail gibt es ca. 400 m vor der Kreuzung eine Art der pitcher Plants, die auf einem Baum wächst und die man weiter unten nicht findet.

Pitcher Plant am Baum3

Pitcher Plant am Baum4

Auch wenn man den normalen Weg als Aufstieg nimmt, sollte man bei seinem Guide darauf dringen, diesen kurzen Umweg zu gehen, denn der Anblick lohnt sich wirklich. Auf den 4 km Abstieg regnet es in Strömen und man muss sehr genau aufpassen, wo man hintritt. Da ich viel früher als geplant unten bin, ist die Abholung noch nicht da und ich laufe noch die 4,5 km auf der Straße bis zum Eingang des NP, um ihnen ein wenig entgegenzugehen. Überwiegend hat das auch den Zweck, in einem Hotel auf dem Weg einen heißen Tee und etwas zu essen zu bekommen, da ich jetzt schon Hunger habe und außerdem wegen des Regens friere.

Dienstag, 18.04.

Fahrt nach Sepilok

Nach einem guten Frühstück checke ich aus und fahre los. Es ist eine lange Fahrt wegen vieler Kurven und langsamen Palmöllastern. Der Straßenzustand ist sehr gut. Die Hängebrücken an der Straße

Hängebrücke für die Einwohner

sind in Wirklichkeit noch wackeliger als im Touristengebiet. Es gibt jede Menge Plantagen. Ich checke in das Sepilok Jungle Ressort ein (auch ohne Reservierung) und bekomme ein einfaches, nicht gutes Zimmer. Danach gehe ich zum Orang Utah Rehabilitationszentrum. Am Eingang gibt es ein schönes Visitor Center, Kartenverkauf zum Eintritt ins Reserve ab 14:00. Im Reserve befindet sich nicht nur der Pfad zu den Futterstellen der Orang Utah sondern auch Trekkingpfade. Ich probiere einen der trails. Schon nach 5 Minauten kommt man sich blind vor im Dschungel. Aber nach einer viertel Stunde kann ich die Geräusche auseinander halten und auch Dingen zuordnen, die ich sehe. Circa 25 Meter über mir sehe ich ein paar der Menschenaffen,

im Dschungel2

dann knackt der Dschungel und ein paar Amerikaner schlagen sich durch das Unterholz. Sie machen so viel Krach, dass die Affen schleunigst das Weite suchen. Auch ich gehe Richtung der Futterstelle. Dort warten bereits viele Menschen (vormittags noch mehr). Die Affen kommen bereits vor der Fütterung über Seile. Wir sehen 2 Mütter mit Kindern und 3 Jugendliche (Fernglas und Foto/Video nicht vergessen).

Mama mit Kleinem2

Orang Utan1

Danach fahre ich nach Sandakan. Es herrscht sehr starker Verkehr ab 15 km vor der Stadt. Sandakan ist eine etwas schmuddelige Hafenstadt, hat ein großes Kaufhaus sowie einen großen Fischmarkt. Ich suche mir etwas Leckeres zum essen und lande bei einem indischen Restaurant - žHabeeb3. Das Essen ist sehr gut und kostet praktisch nichts. Für 11 RM esse ich mich einmal die Speisekarte hoch und runter und trinke mehrere Tees.

Danach fahre ich zurück nach Sepilok. Die Bar im Jungle Ressort ist schlecht und das Bier teuer.

Mittwoch, 19.04.

Das Frühstück ist schlecht. Nach dem Check Out fahre ich weiter Richtung Sukau. Am Abzweig nach Sukau selbst geht es 45 Kilometer auf breiter, unbefestigter Straße weiter, bei schlechtem Wetter ist Allrad empfehlenswert. Zur Übernachtung suche ich das B&B.Ich komme an ein Schild, an dem alle Lodges angeschrieben stehen und erfahre dort, dass eine davon das frühere B&B ist. Ich durchfahre das kleine Dorf Sukau bis ich ca. 2 km nach dem Dorf ankomme. Es gibt nach wie vor 10 Zimmer, allerdings unterscheiden sich die Preise wesentlich von denen des B&B. Auf Nachfrage bekomme ich bestätigt, dass die Lodge das frühere B&B sei und es kein weiteres gebe. Ich checke ein und spaziere nach Sukau. Unterwegs treffen ich einen riesigen Waran, der allerdings schnell ist,

schnell weg...

so dass ich ihn leider nicht richtig fotografieren kann. Ich esse in der Dorfkneipe Mittag, und trinke einen Tee. Das Essen ist nicht berauschend aber auch nicht schlecht und sehr billig. Danach spaziere ich zurück und beobachten das dörfliche Leben

in Sukau.

Zurückgekehrt setze ich mich zum Lesen in den Schatten an den Fluss.

Schmetterling in Sukai

Da mir die Sache mit dem B&B keine Ruhe lässt, setze ich mich noch einmal ins Auto und fahre den Weg (es ist längst keine Straße mehr) weiter. Nach 500 m endet er abrupt in einer Wiese und

Sukai B&B

siehe da, ein großes Haus steht auf der Lichtung und das B&B ist gefunden

.Sukau B&B

Der Besitzer heißt Esri Masri und hat die Telefonnummer: 089230269. Ich spreche mit dem Sohn, erkundige mich nach den Preisen und dem Abendessen und fahre dann zurück. Ich bin sauer und vermittele das dem Besitzer der Lodge, da ich bereits bezahlt habe. Er gibt mir das Geld wieder und ich fahre zum B&B. Dort checke ich ein, bekomme erst einmal Wasser, Kaffee und Tee. Alles ist sehr großzügig gehalten, Toilette und Duschen gibt es als Gemeinschaft, super sauber. Bis zum Nachmittag kommt noch ein Ehepaar aus Luxemburg an, der Mann ist retiered und segelt um die Welt. Gegen 15:30 fahren wir auf den Fluss,

 der Kinabatangan

um die dort lebenden Nasenaffen in einem Seitenarm des Kinabatangan, dem Sungai Menanggul zu beobachten. Wir sehen jeden Menge Vögel, Makaken, Nasenaffen

Nasenaffen2,

einen Uhuartigen großen Greifvogel, einen Waran.  Gegen 18:00 fahren wir zurück

Rückfahrt

und erhalten ein hervorragendes Essen mit großen Flusskrebsen und Huhn in einer sehr leckeren Soße. Gegen 23:00 gehe ich ins Bett.

Sukau beim Abendessen

Obwohl ich direkt am Fluss schlafe, wäre das Moskitonetz nicht nötig gewesen.

Donnerstag, 20.04.

Am nächsten Morgen gibt es auf der Terrasse ein sehr gutes Frühstück. Ich sehe riesige Schmetterlinge

Schmetterling, Papageien, HörnchenHörnchen

Danach fahre ich auf der Staubstraße zurück und weiter Richtung Tawau, bis ich zu den Madai Caves komme. Dazu muss man von der Hauptstraße noch vor Kunak rechts abbiegen bei der Ausschilderung Kampung Gua Madai. Nach 3,5 km bin ich im Dorf.

bei den MAdei Caves

Ein bewachter Schlagbaum soll Diebe fernhalten. Ich parke im völlig überfüllten Dorf (es ist gerade Erntezeit) und bin der einzige nicht Einheimische. Die Bewohner des Dorfes, Idahan vererben das Privileg des Nestabbaus von Generation zu Generation.

Ich werde freundlich begrüßt und finde auch einen englischsprachigen Führer. Im Gegensatz zu den touristisch überlaufenen Gomantong Caves werde ich hier nicht als störend oder Geld bringend empfunden.

Arbeiter beim Schwalbennesterabbau

Alle Menschen in und außerhalb der Höhlen freuen sich über die Begegnung genauso wie ich und sind neugierig genauso wie ich. Es ist hochinteressant, die riesigen Höhlen anzuschauen, die Menschen arbeiten beim Abbau der Nester wie vor 100 Jahren, aber es scheint auch nicht praktisch zu sein, hier moderne Technik einziehen zu lassen.

beim WäschewaschenLeitern zum Hochsteigen werden nur eine Saison genutzt

Außerdem würden die Millionen Schwalben das sicher nicht spannend finden.

Nach der Besichtigung fahre ich weiter nach Tawau, checke im Monaco 2000 für 60 RM ein. Das Hotel ist einfach und hat ein Ameisenproblem, welches aber unter Kontrolle ist solange die Mottenkugeln, die überall herumliegen, nicht weggeworfen werden.

Nach einer kurzen Dusche, gehe ich in der Stadt spazieren. Bei dem indischen Restaurant "Yassin" esse ich sehr lecker. Danach gehe ich  ins Kaufhaus und über den Essensmarkt, bei dem ich abends etwas esse, von dem ich nicht weiß, was es ist, aber rückblickend könnte es Schlange gewesen sein??? Danach kaufe ich mir noch zwei Büchsen Bier und gehe schlafen.

vom Hotel in Tawau

Freitag, 21.04.04

Nach dem Aufstehen gehe ich zum Frühstücken zum Chinesen direkt neben dem Hotel. Es ist einfach und gut. Allerdings scheitere ich beim Versuch, trockenen Toast zu bekommen, die Chinesen können sich nicht vorstellen, dass man so etwas essen kann und machen mir deswegen Butter und Honig auf die Scheiben (gaaanz dünn...) Danach fahre ich mit dem Auto Richtung Luasong zu den Tawau Hills. An der Straße sind wie so oft kilometerlange Ölplantagen, so dass ich Schwierigkeiten habe, den richtigen Abzweig rechts an der Straße zu finden. Am Kilometer 13 geht es dann rechts ab, eine Kreuzung, an der wohl auch öfter Markt ist, jedenfalls riecht es hier unangenehm. Man fährt durch die Plantagen, bis man nochmals rechts abbiegt und dann endlich zu den Tawau Hills kommt. Der Nationalpark hat einen wirklich sehr schönen Trail

Dschungelassel02

zu heißen Quellen, allerdings habe ich hier erstmals mit den von mir gehassten Blutegeln zu tun. Sie verleiden mir auch die ganze Strecke, denn nachdem es zu regnen beginnt "springen" sie massenhaft auf und ich bin nur noch damit beschäftigt zu schauen, wo ich den nächsten an mir haben könnte

inmitten der Blutegel...

Die, die es bis zum Fleisch schaffen, bekämpfen ich sehr erfolgreich mit etwas Salz. Nichtsdestotrotz macht der Trail keinen Spaß mehr. Nach der Durchquerung eines Baches stehe ich nur 400 Meter von den Quellen entfernt an einem kleinen Fluss, den ich nun durchqueren müsste. Aufgrund des Regens ist der aber so angeschwollen, dass ich diese Idee verwerfen muß  und mich auf den Rückweg mache. Vom Hauptrail geht es ab zu weiteren Zielen, die zum Teil nur 5 Minuten entfernt (zu einem besonders hohen Baum) oder aber auch 20 Kilometer zum Peak der Tawau Hills.

Auf der Rückfahrt fahre ich nicht direkt nach Tawau sonders zunächst Richtung Semporna. Auf der Hinfahrt hatte ich hier an der Straße einen großen Melonenmarkt gesehen. Die Melonen sind billig und schmecken hervorragend. Nach einer halben Melone und einer Kokosnuss als Getränk bin ich mehr als satt. Das Essen ist hervorragend. Auf dem Markt allerdings ärgere ich mich heute, da der Verkäufer mich als Ausländer über den Tisch ziehen will und auch noch frech wird. Schade eigentlich.

Boote vor Tawau

Samstag, 22.04.

Nach dem obligatorischen Frühstück beim Chinesen nebenan (es gibt immer noch keinen trockenen Toast) checke ich in Ruhe aus und mache mich auf die ca. 100 km lange langweilige Fahrt durch immer neue Öllplantagen nach Semporna

bei Semporna.

Dort angekommen schaue ich mir die Stadt

Semporna Markt

an und entscheide mich spontan gegen das "Dragon Inn", in dem ich eigentlich vor dem Tauchausflug übernachten wollte. Aber die Stadt macht einfach keinen "netten" Eindruck auf mich. Etwa 5 Kilometer von Semporna entfernt in dem Vorort Kg. Tampi Tampi finde ich das Semporna Holiday Ressort.

Semporna Holiday Resort

Es kostet 100 RM pro Nacht, ist eine große, ruhige Anlage und wird von Chinesen gemanaged. Man kann bestellen was man möchte, aber man bekommt, was der Chef

der Manager von Semporna Holiday Resort

für richtig hält. Das Essen ist hervorragendes Seafood, der Abschluss ist ein kaltes Guinness. Danach gehe ich schlafen.

Sonntag, 23. 04.-Dienstag, 25.04.

Ich werde Sonntagmorgen von den "North Borneo Divers" im Hotel mit dem Boot abgeholt und gehe auf Tauchsafari. Die ersten beiden Tauchgänge finden bei Mabul statt, danach fahren wir weiter nach Roach Reef

beim Tauchen auf Roach Reef Resort

einer von Menschen erbauten Insel, auf der ein Ressort unter japanischer Leitung steht. Das Ressort ist gut, es gibt den ganzen Tag Essen und Trinken, untergebracht sind wir in einem kleinen Bungalow mit AC und Fan. Wir tauchen an diesem Tag

der Divemaster Jeffry

und dem ganzen nächsten Tag rund um die Spots der Insel und am Dienstag fahren wir nach dem Check Out nach Sipadan und haben dort unsere letzten drei Tauchgänge. Leider ist momentan eine Übernachtung auf Sipadan selbst nicht möglich, was der Grund für mich war, sich für Roach Reef zu entscheiden.

für die Pausen zwischen den Dives darf man auf die Insel

Die Tauchplätze bei Sipadan unterscheiden sich erheblich von allen anderen der Region, da man an einer Wand taucht, die direkt 500 Meter in die Tiefe geht.

Am Abend werden wir wieder zum "Semporna Holiday Ressort" gebracht, ich beziehe mein Zimmer wieder und genießen noch einmal das tolle Abendessen dort.

Zimmer im Semporna Holiday Resort

Mittwoch, 26.04.

Nach dem Frühstück und dem Check Out packe ich meine nur zum Teil trockenen Tauchsachen ins Auto und fahre zurück Richtung Kota Kinabalu. Der ganze Tag vergeht mit fahren, abgesehen von gelegentlichen Pausen, um Wasser, Bananen oder Diesel zu kaufen. Kurz vor Kota Kinabalu in Ranau möchte ich  eine Strecke durch die Berge zu fahren, um die Möglichkeit zu haben, noch eine andere Übernachtung in der Nähe des Rafflesia Information Centers zu haben. Dafür biege ich in Ranau links ab Richtung Kg. Sunsuron. Der Strecke ist mehr als abenteuerlich aber in keiner Weise gefährlich.

Straße von Ranau zum Rafflesia Center

Nach ca. 3 Stunden bin ich in der Nähe des Rafflesia Centers in Crocker Range. Es gibt ein Guesthouse, das aus kleinen Baumhäusern besteht. Trotzdem entscheiden ich mich, bei dem strömenden Regen weiter zu fahren und kommen im Dunkeln in KK an. Ich durchfahren die gesamte Stadt auf der Suche nach dem Faridah B&B (www.lodgindsinternational.com/lodgings/002.htmwww.homeaway.com.my/farida.htm). Da es schlecht beschrieben, aber wirklich lohnenswert ist, hier die Anfahrtsbeschreibung:

Weg von Kota Kinabalu zu Faridahs

man fährt durch das Zentrum wieder aus der Stadt raus Richtung Ranau. Nach ein paar Kilometern kommt man an eine große Moschee, die nachts gut sichtbar beleuchtet ist. Direkt vor der Moschee

Moschee auf dem Weg zu Faridahs

biegt man in Kreisel rechts ab, dann fährt man die Straße über einen Kreisel bis zur Ampel (es geht nur rechts oder links), dort links ab. Nach 400 Metern kommt man an eine Shell-Tankstelle, an der man links abbiegt, dann ca. 80 Meter und dann rechts. Das Haus liegt in 413 Jalan Saga. Dort werde ich freundlich aufgenommen, bekomme ein kleines Zimmer mit AC und Fan. Wlan gibt es kostenlos. Da ich müde bin, gehe ich nach einem kurzen Spaziergang ins Bett.

Donnerstag, 27.04.

Es gibt ein sehr gutes Frühstck mit Corn Flakes und Milch, was auf Sabah eher ungewöhnlich ist. Die ganze Familie spricht ein ausgezeichnetes Englisch. Dann fahre ich nach KK einkaufen. Das Einkaufszentrum heißt Wisma Merdeca. Ich bekomme vor allem im Borneo Bookshop ein paar sehr schöne Hefte zu den Naturschönheiten Sabahs. Darüber hinaus gibt es Kleidung, Souvenirs und einen großen Bereich, in dem es leckeres Essen gibt. Danach fahre ich Richtung Kudat Halbinsel. Mein Ziel ist ein kleiner Strandabschnitt bei Jalan Tronkunan, an dem es keine Touristen geben soll. Ich fahre über Tuaran und Kota Belud. Auf dem Weg sind Bienenfarmen ausgeschildert (in Kampung Gombizau). Diese erweisen sich als sehr kommerziell. (Es geht links ab, nicht rechts wie im Loose beschrieben). Direkt, wenn man von der Straße abfährt werden große Gongs hergestellt, eine Spezialität des Gebietes. Es gibt sogar ein Dorf, in das man Eintritt zahlen muss, um sich die Gongs anzuschauen. Auf dem Weg zur Bienenfarm allerdings sind sie billiger, man kann sie in Ruhe anschauen.

die Gongs von Kudat

Ich fahre weiter Richtung Kudat bis ich an ein Schild komme Torongkungan oder Terongkongan (ja nach Schreibweise an der Straße oder in den Reiseberichten. Diesem Weg folgend, kommt man nach ca. 5 km ans Meer

Kudat Beach3

Es ist tatsächlich kilometerweit menschenleer, zumindest unter der Woche. Am Wochenende baden hier die Einheimischen. Auf der Rückfahrt kaufe ich noch Honig an der Straße und eine superbillige Kokosnuss (1RM). Das im Loose beschriebene Wasserdorf Mengkabong bei Touaran

Wasserdorf

kann man getrost vergessen, es gibt viel schönere im Süden bei Lahad Datu. Die kommerziellen Langhäuser bei Bavanggao besuche ich nicht, stattdessen sehe ich an der Strße einige sehr schöne, die gerade neu gebaut werden.

Langhaus im Bau auf Kudat02

Anglerin1

Zusammenfassend lohnt es sich, wenn man die Kudat Halbinsel besuchen möchte, sich im Borneo Bookstore das entsprechende Buch zu kaufen, da der Reisführer Loose hier einfach nur schlecht ist, sowohl in den Beschreibungen als auch vom Kartenmaterial.

Wieder zurück in KK gehe ich essen in eine japanisches Buffet, direkt an der Abzweigung zum Signal Hill Observatory. Das Buffet kostest pro Person 38 RM und war mit Abstand das Beste was ich auf Sabah gegessen habe. Danach fahre ich zu Faridah und gehe schlafen.

Freitag, 28.04.

Morgens nach einem weiteren tollen Frühstück checke ich aus, packe das Auto und will zum Flughafen fahren, als das Auto nicht mehr anspringt;-(

Jumper sind so schnell nicht zu bekommen, also hilft mir einer aus der Familie des B&B, ich lade um und werde von Faridahs B&B zum Airport gefahren. Dort angekommen wartet nicht wie abgesprochen einer von E&C Tours, um mein Auto in Empfang zu nehmen. Während des Check In schreibe ich eine mail an Melany von E&C Tours, erkläre, wo das Auto steht. Beim Check In verzichtet Air Asia auf die Berechnung des Übergepäcks, da ich mich nochmals wegen des Gepäckschadens mit den Leuten dort auseinandersetze.

Der Flug ist problemlos, das Flugzeug wieder sehr neu und tiefgekühlt.

In KL angekommen habe ich die Remail von E&C Tours. Melany entschuldigt sich, dass sie die Info wegen der Abgabe des Wagens am Flugplatz nicht  erhalten hat. Sie hat schon Leute losgeschickt, die das Auto bei Faridahs abholen und wünscht mir einen weiteren schönen Urlaub. Insgesamt kann ich E&C Tours nur empfehlen, die Preise waren deutlich unter denen der Konkurrenz, die Autos neu und die Gesellschaft ist flexibel und kulant.

In KL Air Asia Terminal gibt es einen Bustransfer bis zum Busbahnhof in KL, der mitten im Zentrum liegt (http://www.skybus.com.my/). Die Strecke kostet pro Person 9 RM. Ich fahre ca. eine Stunde und in KL noch einmal Taxi für 11 RM um zum Guesthouse zu kommen.

Ich checke ein im Red Palm im Golden Trinangle, einem ordentlichen Guesthouse, dem man es von außen gar nicht ansieht. Es liegt in der Nähe der Haupteinkaufstraße Bukit Bin Tang bei dem Corona Inn Hotel. Eine gute Beschreibung gibt es unter www.redpalm-kl.com . Vorreservieren! Es gibt freies Frühstück, DVDs, Bücher in jeder Sprache und Internet für 3 RM je Stunde. Nach einer kurzen Dusche und frischer Kleidung gehe ich in die Läden bummeln. Hier ist alles ganz anders als auf Sabah, viel europäischer. Zu kaufen gibt es praktisch alles, Wlan gibt es auch in jeden Kaffee (z.B. im Starbucks). Essen gehe ich direkt neben dem Red Palm beim Inder, sehr lecker und engagiert, etwas teurer als auf Sabah aber unerheblich. Am Abend schaue ich mir noch die Petronas Twin Towers

Towers am ersten Abend2

an, ein Spaziergang von ca. 20 Minuten vom Red Palm.

Samstag, 29.04.

Frühstück im Red Palm. Danach suche ich eigentlich das Touristen Information Center in der Nähe des Merdeka Square. Ich finde eine traumhafte Moschee,

Moschee in KL

den Sultan Abgul Samad Palast und einen Brunnen, der Pitcher Plants darstellt, allerdings kein Touristen Center. Dann spaziere ich zu meinem eigentlichen Ziel, Chinatown. Dieser Stadtteil hat allerdings nichts mit Chinatown zu tun, wie man es kennt, sondern ist ein reiner Fakes-Touristenmarkt. Etwas enttäuscht laufe ich wieder zurück, dusche und fahre dann mit dem Taxi in die Mid Valley Mega Mall. Sie ist teuer und unspektakulär, ein Besuch lohnt nicht. Wegen eines Gewitters warten am Ausgang riesigen Schlangen von Menschen auf Taxis. Da ich keine Lust habe, solange zu warten, laufe ich los und winke nach 100 Metern ein Taxi heran, das mich wieder zu den Petronas Twins bringt. Die Mall hier ist für mich nicht interessant, alle Weltdesigner Marken zu teuren Preisen. Aber hier ist wenigstens etwas los und die Einkaufsatmosphäre ist gut. Ich warte, bis es etwas dunkler ist und versuche dann, ein paar nette Fotos zu schießen. Dann laufe ich zurück, gehen bei deem Inder essen und dann ins Bett.

Sonntag, 30.04.

An dem letzten Tag frühstücke und packe ich. Da ich erst um 23:00 fliege, kann ich mein Gepäck im Red Palm lassen. Den Tag vertrödele ich mit Einkaufen im BB-Plaza (viel interessanter und billiger als die vorgenannten), Kaffee trinken und Essen. Die Menge der Touristen und der Schmutz in der Luft bringt mich dazu, festzustellen, dass ich hier in KL eigentlich schon zu lange bin, oder aber zu kurz, um die Stadt im Detail kennen zu lernen.

Am Abend holt mich ein Taxi ab, ich fahre für 65 RM zum Flughafen, checke ohne irgendwelche Probleme ein und fliege nach Hause.

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