Costa Rica


Morphofalter Capo Blanco

Pfeilgiftfrosch1

ara11

Black & green dartfrog

banded peacock

Kaiman am Rio San Carlos

Leguan bei Muelle

Schmetterling an der nicaraguanischen Grenze

Ich fahre vom 13.10. - 10.11.05 nach Costa Rica.

Und hier ist er: der Reisebericht:

erster Tag: Flugzeug Condor unfreundlich, ab Havanna neue Crew, scheußliches Essen dort, aber die Crew ist nett. beim Ankommen dicke Nebelschwaden in mehreren Schichten. Nasse Piste, zwanzig Minuten Wartezeit, da die Parkposition nicht frei ist. es sind zweiundzwanzig grad und hohe Luftfeuchtigkeit, deswegen erschient es kühl. eine der Reisetaschen ist defekt und muss weggeworfen werden. Umpacken in zwei kleine Taschen. Mal sehen, was ich für die Tasche von Condor noch bekomme. Auto mieten klappt problemlos, fahren im Dunkeln ist zunächst gewöhnungsbedürftig aber nichts Außergewöhnliches. dafür schaffe ich es, mich ganze drei Mal zu verfahren, bevor ich im b&b Berna Tica ankommen. Dort sind Gottfried

Berna Tica- Gottfried

und Dora, zwei Schweizer. billig ist es hier nicht, dafür aber genau richtig, um sich im Land zu akklimatisieren. Gottfried zaubert noch ein schnelles essen, ich glaube, es war auch lecker, leider schmecke ich nichts, da ich erkältet bin. nach dem essen und einer Flasche Bier gehe ich ins Bett. mal sehn, ob ich schlafen kannen. Morgen früh kann ich entscheiden, was ich mache.

Berna Tica Alajuela

zweiter tag: leckeres Frühstück mit gutem Kaffee und frischen Früchten, Pomelos vom Baum gepflückt, dann Abfahrt zum Poas, einem aktiven Vulkan. Es sind 35 km gute Strasse, da der Vulkan das Vorzeigeobjekt der Costa Ricaner darstellt. Dort angekommen frage ich zunächst vor der Einfahrt, ob die Sicht frei ist, zahle 16 Dollar für den Nationalpark. Direkt am Parkplatz ist ein Visitor Center, nicht schlecht aber auch nichts besonderes. Auf einem Weg kommt man nach ca. 500 Metern zum Kraterblick.

Vulkan Poas

rauchender Poas

Von etwa 2580 Metern Höhe blickt man in den Krater, der mit 40 grad warmen Wasser gefüllt ist. Es ist alles wunderbar sichtbar, überall dampft und raucht es. Leider ist es ziemlich belebt, da Schulklassen und Touristen zusammen die Kapazität des Aussichtsplatzes schnell sprengen. Danach ware ich noch auf einem kleinen trail zur Lagune, einem erloschen Krater, der randvoll zu einem See geworden ist. Er liegt etwa auf 2750 Metern. Nach der Rückkehr bin ich auf dem Weg zurück bei dem netten und empfehlenswerten Colibri-Cafe gewesen. Der Besitzer Gustavo ist Einheimischer, spricht ein recht gutes Englisch und kennt sich hervorragend in der Flora und Fauna seines kleinen Gartens aus.

Kolibricafe am Poas

Der Cafe ist lecker, free refill und freie Kekse. Danach Weiterfahrt nach Torro Ammarillo, der Weg ist das Ziel, denn die Wasserfälle sollen für eine Besichtigung pro Person 8 Dollar kosten und das muss echt nicht sein. Auf der Rückfahrt halte ich bei einem kleinen Forellen Restaurant an, wo ich preiswert gut und reichlich esse. Bei der Rückfahrt zur Berna Tica verfahre ich mich  in Grecia und nehme den Umweg über den Airport, um bei Dunkelheit wieder anzukommen.

Dritter Tag; nach dem Frühstück Abfahrt um acht von Berna Tica, zunächst Richtung Poas. rechts abgebogen nach San Miguel. Über eine Hochebene von 2100 Metern runter in ein Tal von ungefähr 500 Metern über nn. Die Straße ist hervorragend bis  Pital, danach wird es rough.

 

so baut man hier Brücken

Von hier sind es noch 37 km bis zur Laguna del lagato Lodge. auf dem Weg viel gerodeter Urwald, Lodge liegt nicht im Dschungel, wie ich gedacht habe und ist sehr touristisch ausgebaut. Ich fahre mit einem Kanu die beiden kurzen Lagunenarme ab, sehe eine kleine Schildkröte.

Dschungelflußarm-Lars weiter hinten wird es eng...

Danach mache ich einen kleinen Spaziergang in den Dschungel rein und treffe einige Klammeraffen, die sich 15 Meter über mir durch die Bäume schwingen. Außerdem einen kleinen, korallroten Pfeilgiftfrosch, der leider nicht fotogen ist, so dass die Bilder recht bescheiden sind.

Blue Jeans Dartfrog1 Pfeilgiftfrosch102

Das Abendessen ist nicht schlecht aber auch nicht berauschend. Dann schaueich mir noch eine Caiman Fütterung an, auch hier ist alles voller Touristen und die Tiere sind somit etwas verängstigt.

Kaimanmama

Das Ganze ist ja schließlich auch kein Zoo. Ansonsten habe ich von der Lodge mehr erwartet. Mal sehen, wie die Bootsfahrt morgen früh wird.

Vierter Tag: Frühstück um sieben, danach Bootstour. Wir sind sechs Leute, insofern eine nette Tour, in der auch Zeit ist, Tiere und Pflanzen zu beobachten. Die Fahrt geht auf dem Rio San Carlos Richtung Norden, zur Grenze von Nicaragua.

Schmetterling an der nicaraguanischen Grenze02

Zu beiden Seiten des Flusses ist alles abgeholzt, zum einen, weil das Holz viel Geld ins Land bringt, zum anderen, um Raum für Ackerbau und Viehzucht zu schaffen. Damit ist es natürlich auch vorbei mit Dschungelansichten. Am natürlichsten sehen noch die kleinen Inseln aus, die sich im Fluss befinden. Wir sehen unterwegs verschiedene Arten von Reihern-silber, grün, Black River turtles

Schildkröten am Rio San Carlos,

kleine Spitzkrokodile, Tukane, Stirnlappenbasilisken, grüne und schwarze Leguane, Jesus Christ lizzard, Mangrovenschwalben. An der Grenze angekommen, kommen wir in den Grenzfluss Rio San Juan. hier sollen Süßwasserhaie zu Hause sein, von denen wir aber nichts sehen. Wir besuchen das Grenzdorf, das seit einem Monat auch Strom besitzt. Im Grunde wachsen hier alle Sorten Obst und Gemüse, Kräuter, die man zur  schmackhaften Küche braucht. Allerdings scheinen die Einwohner Chips und Toast vorzuziehen. Auf dem Weg zurück sehen wir einen Tucan und winzige, schlafende Fledermäuse.

Fledermäuse am Rio San Carlos 

Wieder angekommen, halten wir Siesta. Am Nachmittag marschieren wir in den Regenwald. Neben zwei Arten von Pfeilgiftfröschen finden wir auch eine Viper, die hervorragend getarnt auf einem Ast liegt und aussieht wie ein bemoostes Stück Holz. Wir hören Brüllaffen, sehen aber nur die Klammeraffen von gestern, Regenwaldtucan, Blattschneideameisen und Termiten. Zwei Stunden später und einige Mückenstiche reicher sind wir wieder in der Lodge und ich dusche erst mal.

Fünfter Tag: Fahrt von der nicaraguanischen Grenze an die panamasche. Gesamtfahrzeit: fünf Stunden bis Cahuita. Ich checke ein beim Schreiner des Ortes, jardin rocalla.

Cabina in Cahuita beim Schreiner 

Benno,  der hier seit zwanzig Jahren lebt und alle cabinas sowie sein eigenes Haus selbst gebaut hat. Dann gehe ich einen Kaffee trinken beim Sombre Las Olas, einem Amerikaner. Hier gelten amerikanische Regeln: Mein Saft kommt etwas spät und ich bekomme alle Getränke umsonst. Am Nachmittag fahre ich weiter südlich, über Puerto Viecho nach Manzanillo. Laut dem Reiseführer ist hier durchgehende Teerstraße, aber das ist schon ein Jahr her und deswegen überholt, die Strasse ist über weite Strecken wieder weg. Manzanillo ist das Ende der Strasse, dort essen ich im maxi, einem karibischen Restaurant mit gutem Fischgerichten.

Inzwischen ist es dunkel und die Fahrt zurück abenteuerlich, aber zum Glück bleiben alle Reifen ganz.

Sechster Tag: nach  dem Aufstehen gehe ich frühstücken bei Brigitte. Der Kaffee ist gut, genau wie die Bananen-pancakes. Auch der Rest des Frühstücks ist gut. Danach bin ich im Nationalpark Cahuita. die Strecke geht immer längs des Strandes durch den mehr oder weniger lichten Dschungel. Ich sehe türkis-orangefarbene Krabben, Morpho-Falter, diverse andere Schmetterlinge, jede menge Eidechsen, verpasse eine Schlange nur knapp, eine Seidenspinne ähnlich wie die auf Reunion, Kapuzineraffen, die leider nicht mehr wirklich wild sind. Am Cahuita point drehe ich um, obwohl das nicht der ganze trail ist. Auf dem Rückweg gehe ich im badewannenwarmen Wasser baden, aber die Brüllaffen holen mich wieder raus. Sie sind jetzt ganz nah in der ersten reihe der Bäume am Wasser und ich sehe sie jetzt auch zum ersten Mal, nachdem sie mich schon so häufig geweckt haben. Am Eingang des Nationalparkes gibt es Süßwasserduschen und Toiletten, statt eines Eintritts gibt man eine Spende. Nachdem ich zurück bin, bin ich erst mal müde und hänge mich in die Hängematte. Nach einer Stunde reserviere ich erst einmal eine Übernachtung im Eruption Inn am Areanal, auf der aktiven Seite des Vulkans. Deutschsprachig steht im Reiseführer, aber die Mädels am Telefon haben das wohl vergessen und sprechen ausschließlich spanisch. Wir werden uns schließlich einig. Nun sitze ich im Palenque Luisa und lasse mir mein Fischgericht frisch zubereiten. Da der Mixer kaputt ist, gibt es nur Wasser, aber ich will sowieso nach dem Essen noch weiter zur "coco-bar", die hoffentlich das hält, was ihr Name verspricht. ok, Mojito und Mai Tai gibt es nicht aber was ich bekomme, ist in Ordnung, Alkohol ist reichlich drin, die Mischungsverhältnisse eher ein Geheimnis des Barkeepers denn die bekannte Rezeptur. Aber es schmeckt. Nach zwei Drinks bin ich bettreif und torkele nach Hause. hasta manana.

Cahuitabucht

Siebter Tag: früh aufgestanden, so früh, dass nur ein einziges Cafe, das "parquelcito", aufhat und Frühstück anbietet. Danach fahre ich los Richtung Areal. In Puerto Limon hole ich noch Geld bei der scotia Bank, das klappt hervorragend und geht wider erwarten schnell. Dann tanken und weiter. An einer Kreuzung kaufe ich noch Obst, Bananen, Rambutan und Kokosmilch, alles zusammen für sechzig Cent. Dann besuche ich noch eine Brücke über einen Fluss in muelle, an dem sich Leguane breit gemacht haben.

Leguan bei Muelle02

Das alle drei Minuten Lkw über die Brücke fahren, scheint sie schon lang nicht mehr zu stören. Nach insgesamt fünf Stunden und zwanzig Minuten komme ich in Fortuna an.

wir kommen am Arenal an...

Eine kleine Ortschaft, die rechts und links Souvenirbuden hat und in den Seitenstraßen guesthäuser. Ich lasse sie zunächst noch liegen und fahre zehn Kilometer weiter zum Eruption inn um einzuchecken. Es regnet und der Arenal ist wolkenverhangen. Nach dem check in

Erruption Inn Fotuna

fahre ich zurück nach Fortuna, mache einen kleinen Shopping-Bummel, stelle fest, dass alles ziemlich teuer ist und esse dann erst mal Mittag. Das Essen in der Soda la parada ist sehr gut, die Leute sind freundlich. Den Cafe nehme ich ein paar Schritte weiter im Lava rocks Cafe, viele verschiedene Arten von Kaffee und Variationen, gut, aber nicht billig. Hier gibt es auch - langsames - Internet, so dass ich kurz meine Sachen checken und auch einen kleinen Vermerk ins Tagebuch bringe, warum ich nicht jeden tag rein schreiben kann und stattdessen hier in das Handy schreibe. Danach fahre ich über meine cabina hinaus weiter Richtung Aussichtspunkt für den Vulkan. Inzwischen ist es dunkel, an den Aussichtspunkten haben sich ca. hundert Menschen versammelt und sehen - nichts. Die Wolken bedecken den ganzen Berg. Ich fahre zurück in das Hotel und habe soeben begonnen, den Bericht zu tippen als der host mich raus ruft: jetzt ist der Lavafluß zu sehen, der Berg ist klar zu sehen. Die Aktivität ist nicht groß, trotzdem bin ich glücklich. Für mich ist es das erste Mal, dass ich einen aktiven Vulkan sehe und ich werde wohl jede Stunde heute Nacht aufstehen um zu sehen, ob die Aktivität zugenommen hat und der Lavafluß noch schöner zu sehen ist.

Achter Tag: ein klarer Himmel bietet einen tollen Blick auf den Arenal.

Vulkan Arenal

Arenal am Arenalsee

Sonnenaufgang Arenal

Ich fahre einigen Bussen hinterher, da ich glaube, dass sie einen besonders tollen Ausblick entdeckt haben. Leider stellen sie sich als Busse heraus, die Arbeiter zur Baustelle fahren. Ich probiere eine guanabana, allerdings versuche ich, sie falsch zu essen? jedenfalls schmeckt sie gut, aber fremdartig. Danach geht es zum -einfachen- Frühstück und ich starte Richtung Monte Verde. In der kleine Stadt Arenal treffen wir Volker und Heiko, zwei Motorradfahrer aus Dresden

(Beyond-pictures.de),

die auf einer Panamerikanatour sind. Im Moment verdienen sie sich gerade ein wenig Geld für die Weiterfahrt, indem sie in der german bakery helfen, das Haus zu erweitern. Der Bäcker kommt aus Süddeutschland, seine Frau hat sich auf den Verkauf indianischer Artikel spezialisiert und führt die Boutique nebenan, beide machen das recht professionell aber trotzdem angenehm. Danach komme ich noch an einem der beiden kite surf Spots am Arenalsee vorbei, den anderen finde ich nicht. Im Moment ist off-season aber jetzt weiß ich wenigstens, wo es ist. Entgegen der Aussagen in den Reiseführern reicht es, advanced zu sein, um erfolgreich kiten zu können, nur für pure Anfänger wird es wohl schwierig. Danach wird es endlich mal eine abenteuerliche Piste, auf dem Weg nach st. Helena ist die Strasse weggebrochen und hat exakt zwei Zentimeter mehr Breite als mein Jeep. Die Strasse ist gesperrt, aber die Costa Ricaner haben Verständnis, dass ich nicht den riesigen Umweg machen will, so versuche ich es und komme durch. Da bei jedem Fahrzeug etwas wegbricht, bin ich  der letzte, der drüber kommet, der nächste Jeep kehrt um. In st. Helena angekommen, suche ich meine Lodge auf, erfahre, dass es hier seit drei Monaten ununterbrochen regnet,

dieses Wetter hatten wir die ganze Zeit in Monteverde

ziehe mich um und fahre erst mal in die Stadt. in St. Helena gibt es drei Dutzend Geschäfte, die sich alle irgendwie mit Regen und Tourismus beschäftigen. Ich esse hervorragend im sehr einfachen Restaurant Maravilla, gehe dann einkaufen und sitze jetzt bei einem Ingwerkaffee.  Heute werde ich wohl früh schlafen gehen, da ich morgen früh punkt sieben in den St. Helena Park will. ach so, auf der Fahrt habe ich noch zwei noch nicht identifizierte Säugetiere gesehen, das eine größer mit langem, geringelten Schwanz, das andere kleiner, mit spitzer Schnauze.

Neunter Tag: Ich stehe um fünf Uhr dreißig auf, da es ab sechs Uhr zehn im Restaurant Maravilla

Frühstück gibt. Pünktlich bin ich dort und zum ersten Mal in diesem Urlaub gibt es ein Fühstück nach meinem Geschmack: Joghurt, frische Früchte, Kaffee und Müsli. Der Batido de Pina dazu ist purer Luxus. Nach dem Frühstück bei Nebel aber ohne Regen fahre ich ins Santa Helena Reserve. Es gibt vier trails von denen ich einen weglasse.Der erster trail cano negro ist ein Rundpfad.

im NP von Monteverde weg vom Weg

Der Dschungel scheint ausgestorben zu sein, es regnet leicht, aber dafür bin ich ja auch im Regenwald. Die Pflanzenwelt ist beeindruckend, aber außer einem sehr hübschen

Urwaldwurm

Tausendfüssler und einer

 Urwaldkrabbe

Krabbe - sehe ich nur noch ein paar Vögel, keine Säugetiere. Genauso geht es mir auf dem del bajo trail und auf dem youth challenge trail. Alle haben ein wenig andere Vegitation und erst in ihrer Gesamtheit geben sie ein rundes Bild des Nationalparks ab. der youth challenge hat noch einen Aussichtsturm, auf dessen Plattform man über das Blätterdach des Regenwaldes schauen kann.

Mietwohnung im Hochhaus einmal anders

Der Vulkan Arenal liegt leider hinter Wolken verborgen aber ansonsten ist der Rundblick phantastisch. Nach vier Stunden bin ich wieder zurück und in diesem Augenblick bricht der Regen richtig los. Ich trinke einen Kaffee und fahre zur los laureles lodge zurück. Es regnet noch immer und ich richte mich darauf ein, den Rest des Tages mit Lesen zu verbringen.:-))

Chartreuse ist besser

Zehnter Tag: nach einer regenreichen Nacht, ich konnte schon die zweite Nacht nicht gut schlafen, aufstehen in einem feuchten Zimmer, Frühstück im Restaurante Maravilla, sie schalten extra für mich die deutsche Welle ein, obwohl ich das gar nicht will, zum ersten Termin der kanopy tour regnet es zu sehr, also fahre ich zurück und checke aus und tanke. Zum zweiten Termin um neun Uhr dreißig geht es. Ich bin bei aventura und finde diesen Anbieter auch sehr gut. Die guides sind gut, alles ist sehr sicher.

beim Canopy (Aventura)

Bitte auf das Bild klicken

 

 Tarzan Swing - ca. 0,1 Sekunden Freifall...

 Danach fahre ich einen Kilometer weiter und mache eine Hängebrückentour. Eigentlich ist es eine geführte Dschungelwanderung und acht Hängebrücken darin. Auch das macht viel Spaß, ich sehe die kleinste Orchidee der Welt, ein Eulenpärchen, mot-mot, einen schönen Vogel der sein Nest in die Erde gräbt. Danach fahre ich Richtung juntas,

Costa Ricas Straßen bei Regen02

dann auf die Halbinsel Nicoja nach Samara. Die ersten cabinas, die ich anfahre, sind geschlossen, hier wird gebaut. Danach fahre ich zum Hotel Belvedere von  Michaela und Manfred

Manfred (Belvedere, Samara) unser Zimmer in Samara

sie führen es, sie sind seit vierzehn Jahren hier und haben alles wunderbar im Griff. Zum Abendessen gehe ich in ein kleines Restaurant an der Pazifikküste, es schmeckt sehr gut, ist aber nicht billig.

Elfter Tag: ein leckeres Frühstück, im deutschen Stil, wenn man möchte - Müsli, Joghurt - eröffnet den Tag. Entgegen der bisherigen Planung, werde ich hier wohl länger bleiben, die Straßenanbindung ist so, dass man sowohl nach Süden wie nach Norden gut fahren kann. Leider sind aufgrund des schlechten Wetters viele Strassen schlicht nicht mehr da. Ich fahre nach Norden Richtung Nosara. Nach dreißig Kilometern bin ich da und fahre an den Strand von Guiones, einem sehr schönen Surfstrand. Nach zehn Minuten und vielen gesammelten schönen Muscheln kommt ein Regenguss und ich fahre weiter nach Ostional, um zu schauen, ob ich nicht doch durch komme. Nach mehreren Versuchen höre ich schon den Pazifik und bin bis auf fünf Kilometer ran gekommen. Dann allerdings ist Schluss, hier gibt es nur eine Hängebrücke. Ich laufe noch zwei Kilometer Richtung Strand, aber da ich nicht weiß, ob die Schildkröten auch da sind, kehre ich um. Wieder beim Auto, turnt ein Brüllaffe direktüber dem Auto auf einer Telefonleitung herum.

neugieriger Brüllaffe

Kurz vorher habe ich einen sechzig Zentimeter großen Leguan gesehen, der einige Meter vor mir, wahrscheinlich vor Schreck, vom Baum gefallen ist. Leider war er zum fotografieren zu schnell wieder oben. Ich fahre zurück, sehe einen rosa Löffler

Rosalöffler

und probiere noch einen anderen Weg. Er wird immer schlechter und als ich neben den Brüllaffen schon wieder die Brandung hören kann, stecke ich fest. Das Ausgraben des Autos dauert eineinhalb Stunden. Auf der Rückfahrt sehe ich noch mehrere wunderschöne Vögel -trogon- im Wald. Zurückgekommen dusche ich erst mal und gehe danach zu einem wirklich schlechten Italiener. Aber was solls, man fällt immer mal rein. Und es war mal was anderes zu essen.

Zwölfter Tag: ein wunderschöner Sonnentag, mit etwas Glück sind die Ausläufer des Hurrikans über dem Golf von Mexiko vorübergezogen. Vor dem Frühstück schon turnt ein Eichhörnchen direkt vor dem Zimmer auf dem Baum rum, hängt zum Teil kopfüber, um an die Schoten zu kommen, die sein Frühstück bilden.

Frühstückshörchen

Ich nehme am Vormittag eine Surfstunde, Jesse und seine Tochter kommen aus Kalifornien und machen das zusammen mit James, dem Freund der Tochter ganz toll. Nach einer Stunde bin ich müde und fahre nach Nicoya. Dort esse ich sehr gut und billig, tausche Geld und kaufe ein. Wieder zurück surfe ich noch eine Stunde. Ich sehe aus dem Wasser springende Jackfische, Needlefische und thuna. Am Strand sind circa sechzig Zentimeter lange Leguane. Danach gehe ich essen im el paradiso, gutes Essen zu mittelmäßigen Preisen. Anschließend wollte ich noch einen Cocktail trinken und gehe in die Bar von Samara, allerdings kann ich nur abraten, die Musik ist gut aber die Drinks sind wirklich mies.

Dreizehnter Tag: nach dem Frühstück und der Besichtigung des Erweiterungsbaues des Belvedere fahre ich über Nicoya und playa naranjo nach montezuma und noch einen Ort weiter nach cabuya. Die cabinas, die ich ursprünglich nehmen wollte, sind sehr einfach, dafür ist der preis von zwanzig auf fünfunddreißig Dollar gestiegen, außerdem ist das angeschlossene Restaurant geschlossen und die deutsche Aushilfe? unfreundlich. Dafür esse und schlafe ich im Cafe el Coyote, zwanzig Dollar sind ok für einfache cabina mit Außenbad und  -toilette, die Besitzerin ist sehr freundlich, spricht sehr gut englisch und macht hervorragendes Essen auf einer schönen Terrasse. Im Zimmer habe ich Geckos und Glühwürmchen, außen bewacht mich ein Leguan.

Vierzehnter Tag: leckeres Frühstück bei Jenny, Leguane liegen im Garten rum. Fahrt zum cabo blanco Nationalpark, pro Person acht Dollar, die ist es auch wert. Das Wetter ist toll, der Urwald auch. Ich sehe jede Menge Schmetterlinge, Brüllaffen und eine ganz Schar von Nasenbären - pizotes- die ziemlich schimpfen, als ich zu nah komme.

Nasenbär im Cabo Blanco NP

Danach checke ich aus, trinke noch einen Batido und fahren nach paquera an die Fähre. Ich muß eine Stunde warten. Am Ufer gibt es jede Menge Pelikane und Fregattvögel. Die Fähre kostet ungefähr elf Dollar und fährt eineinhalb Stunden. In Punta Arenas will ich nicht bleiben. Unerwartet ist danach allerdings  die Strasse so schlecht, dass ich mir gleich an der Strasse eine Übernachtung suche. Ich bleibe im boca barranca, einem Straßenhotel amerikanischen Stils, erst vier Wochen eröffnet, Klima, Fernseher, sauber, warmes Wasser, also alles, was man sich wünschen kann.

Übernachtung an der Straße vor der Panamerikana-Tour

Dass die Strasse laut ist, wird sich sicher später geben, außerdem ist es egal, da ich sowieso nur übernachten will. Ich muss nur noch entscheiden, ob ich morgen erst noch in den carara Nationalpark will oder gleich über die Panamerikana in die Berge fahre.

Fünfzehnter Tag: Ich konnte an der Strasse überhaupt nicht schlafen, trotzdem waren das Zimmer und auch das Frühstück in Ordnung. Ich entscheide mich gegen die Fahrt an der Küste und auch gegen den Nationalpark carara. Ich fahre erst einige schönere Strassen über athenas und stoße dann auf san jose. Auf der Fahrt durch die Stadt verliere ich irgendwie die panamerikana, finde sie aber wieder. Dann fahre ich nach oben, das Wetter ist bestens. Leider versperrt mir am höchsten Punkt der Panamerikana überhaupt auf 3300 Metern der Nebel die sonst wohl tolle Aussicht. Gleich hinter dem Pass beginnt es stark zu regnen. Deswegen verwerfe ich auch das zweite Ziel des Tages, eine lodge bei san isidro, die einen Aufstieg zum höchsten Gipfel von Costa Rica bei 3820 Metern ermöglicht hätte. Ich glaube, das Wetter sei besser an der Pazifikküste und fahre deswegen nach playa dominical.. Leider täusche ich mich bezüglich des Wetters, hier regnet es genauso schlimm. Aber was solls, ich checke ein im posada del sol, es ist einfach hat aber alles, was man braucht. An Wetter - Enttäuschungen habe ich mich heute genug geirrt, will deswegen nicht weiter. Fünf Minuten nach mir kommen Anita und ihr Mann aus Holland an. Sie sind über die Küste gefahren, haben nur die halbe Zeit gebraucht und bis auf zwanzig Meter Wasserstrecke eine akzeptable Piste gehabt, auf der sie gut durchgekommen sind. Im Moment sind wir im Soda nanvoa nebenan, das essen ist lokal und gut. Morgen werde ich, bevor ich abfahre und wenn das Wetter entsprechend ist, schauen, ob der Spot zum surfen gut ist und jemand boards verleiht.

Playa DominicalPlaya Dominical2

Sechzehnter Tag: ich fahre nach dem Frühstück los, nachdem am Surfspot keiner kommt und es außerdem zu teuer ist. Ich fahre weiter Richtung Süden nach Golfito.

es wird schon gut gehen

Als ich ankomme, sieht es auf den ersten blick wie in lahaina auf maui aus,auf den zweiten Blick sieht man aber, dass es hier sehr ärmlich ist. Mir gefällt es überhaupt nicht, und nachdem ich nach mehreren Versuchen eine schöne Unterkunft gefunden habe,  das golfo azul, ist sie zwar direkt an der Landebahn des Flughafens, aber dafür kommen nur drei Flugzeuge am Tag hier regulär an. Ich erkunde ein  wenig die Stadt, esse im mar y luna, habe einen sehr guten Fisch. Ich mache noch eine Bootsfahrt für morgen aus und gehe früh ins Bett.

Siebzehnter Tag: am Morgen stehe ich auf und die Toilette läuft nicht mehr ab... aber das ist nach zwei Minuten bereinigt, wir wollen frühstücken gehen und stehe direkt vor einem Baum, auf dem ein Ara sitzt.

ara1102

Ein toller Beginn für einen Tag. Darüber hinaus kommen noch zwei große Tukane vorbei, leider für ein Foto zu weit weg. Jetzt frühstücke ich und wenn das Wetter hält, gehe ich auf die Bootsfahrt. Ich sehe mit Froila

Freula unser Führer

- oder so ähnlich - folgende Tiere: Seeadler, Pelikane, die auf den Bäumen rumhängen,

nach dem Regnen trocknen sie sich ...

Schnepfen, jede Menge Delphine,

Delphine im Golfo Dulce

braune Helmbasilisken,

Helmbasilisk

Leguan, Kaiman, ein paar Schlangen,

Schlangenbegegnung

die Größte ist zwei Meter lang, diverse Arten Reiher, eine quitschgelbe Seeschlange,

gelbe SeeschlangeSeeschlange im Pazifik

Eisvogel Kapuzineraffen. alles in allem eine sehr schöne Bootsfahrt in der Bucht und im rio esquinas. Als wir wieder da sind, gehe ich noch Fisch essen, sehe noch Grünpapageien und einen weiteren Tucan. Eigentlich wollte ich noch in den Wald, aber da es seit Mittag regnet, habe ich das verworfen.

Achtzehnter Tag: ich habe mit Manfred und Michaela telefoniert. In Samara ist das Wetter gut und es scheint auch keine Veränderung in Sicht zu sein. also fahr fahre noch mal dort hin, ob über die panamerikana oder über die Küste, werde ich dann kurzfristig entscheiden. Es gibt zwar noch einige wenige Ecken in Costa Rica, in denen ich noch nicht ware, aber so mache ich zumindest keine Experimente. Bis Dominical ist alles bekannt, so gibt es dort keine Überraschungen. Die Straße ist gut und ich komme schnell voran. Dann verlasse ich die gute Strasse und fahre weiter an der Küste Richtung Quepos. Die Strasse ist in normalem Costa Rica Zustand, bis ich an einen Fluss ohne Brücke komme.

Die Durchquerung ist nicht halb so abenteuerlich wie es zunächst aussieht.

Ab Quepos ist die Strasse wieder gut. Es gibt dort jede Menge Ölpalmenplantagen, somit ist die Umgebung ziemlich langweilig. Ab Jaco wird es sehr touristisch. Ein schönes Gebiet entdecke ich noch bei San Mateo bis zur Panamerikana, es ist hügelig, bewohnt mit netten Häuschen. Dann Panamerikana und irgendwann  bin ich wieder auf der bekannten Strecke nach Samara. Nach acht Stunden und vierzig Minuten und 480 Kilometern bin ich wieder bei Manfred und Michaela, das Wetter ist bestens und ich gehe Paella essen im Las Brasas, dem spanischen Restaurant des Ortes.

Neunzehnter Tag: ein ordentlichen Frühstück, Müsli und Joghurt sind zwar aus, aber es war trotzdem lecker, die Hörnchen spielen um mich herum. Nach dem Frühstück fahre ich an den playa carillo, eine wundervolle Badebucht ohne erkennbaren Tourismus. Danach übe ich eine Stunde surfen und bin grauenhaft schlecht. Anschließend fahre ich zum playa guiones und schaue mir an, wie das mit dem Surfen richtig geht. Ich fahre auch die anderen Strände von Nosara nochmals ab, aber bis auf Olgas Bar ist es dort nicht so schön. Nach der Rückfahrt nochmals eine Stunde surfen, wieder schlecht..., danach Abendessen im anglar, guter Fisch, netter bettelnder Kater, gute Drinks:-)

wie hieß das Getränk noch mal

    Zwanzigster Tag: Ich muss kurz frühstücken, da ich James, dem Surflehrer (http://www.samarasurfschool.com/) eine Stunde Unterricht im Avci Wing Tsun (http://www.avci-wt-friedberg.de/) gebe.

    awt in costa rica 1awt in costa rica 2

    Dann bin ich noch ein wenig im Wasser, langsam wird es besser mit den kürzeren boards.

    genug für heute

    Da es ein Tag zum abhängen ist, lese ich noch eine Weile bevor es zur nächsten stunde Surfen geht. Auch hier klappt es wieder ganz gut. James freut sich schon sehr auf seine nächste Wing Tsun Stunde morgen früh um sechs, die perfekte Zeit, da es nicht so warm ist und die Sonne nicht brennt. Im Moment sitze ich zum Essen im jardin marino, esse hervorragend. Ich habe richtig Hunger....

Einundzwanzigster Tag: ich starte um sechs mit James zum wt. Er hängt etwas durch, da er am Tag zu vor zu viel trainiert hat. Nach einem leckeren Frühstück mit einem wundervollen Blick aufs Meer packe ich. Auf das Surfen am Morgen verzichte ich, da ich ein paar kleine, aber schmerzhafte Verletzungen am Zeh und an den Beinen habe. Ich fahre eine schöne Strecke Richtung Athenas. Am Kamm auf etwa eintausend Metern Höhe trinke ich bei einem tollen Ausblick eine sündhaft teuren Kaffee - der Ausblick ist eingepreist . Leider gibt es auf dem Weg nach Athenas keine Unterkünfte, so fahre ich weiter bis Athenas selbst. Abseits der Strasse in den Bergen stehen richtige Prachtbauten. Ich finde nach einigem Suchen Anas place, eine Hazienda mit mehr als einem halbem Hektar Garten, zwei Aras und einem Tukan

.Aras in Anas Place

Da in dem Zimmer das warme Wasser nicht geht, bekomme ich ein wirklich tolles Zimmer im Haupthaus mit einem Wahnsinns Blick auf die Berge und den Sonnenuntergang hinter dem valle central. Ich bekomme ein gutes Abendessen im la trill mitten im Ort.

Zweiundzwanzigster Tag: heute gegen sieben werde ich zurückfliegen, wieder über Kuba, wo ich leider wieder im Flugzeug bleiben muß. Bei Anna bekomme ich ein kleines, gutes Frühstück und guten, starken Kaffee. Im Moment gebe ich einigen Amerikanern noch ein paar Tipps, wo es sich lohnt zu reisen und wo nicht. Ich werde dann noch ein wenig im valle central rum fahren, vielleicht noch einmal Richtung Poas, um vielleicht bei Gustavo nochmals einen Kaffee zu trinken, dann das Auto abgeben und einchecken. Der Flughafen selbst ist so klein, so dass es sich nicht lohnt, dort länger zu bleiben als unbedingt nötig. Inzwischen bin ich am Flughafen. Nach dem Auschecken bin ich noch mal Richtung poas gefahren, allerdings ist das Wetter auf 2000 Meter Höhe wieder so schlecht, dass ich bei Gustavo nur schnell einen Kaffee trinke und wieder Richtung Athenas fahre. Dort esse ich mittag im trillas und treffe meine Bekannten aus Kanada, Malcolm und Maureen, die wie ich bei anas place geschlafen haben. Ich habe noch eine interessante Unterhaltung und ein gutes Essen, bevor wir zum zweiten Mal bye sagen. Die Fahrt zum Flughafen und die Abgabe des Autos verläuft ohne Zwischenfälle. Gleich checke ich ein, trinke noch einen letzten Kaffee und bereite mich auf den langen Flug vor.

letzter Sonnenuntergang in Atenas

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