Hawaii


Reisebericht Hawaii/Molokaii Oktober 2006

aktive lava8geckoim orchids02kapuKontrastelavaherznene lars5Ohia lehua4Silversword3Slow down2sunset puako302unsere Mietwagen auf Molokai2

Donnerstag, 13 Uhr ab FFM. Ich fliege mit Lufthansa nach Vancouver, der Flug ist ruhig und komfortabel.

In Vancouver checke ich  zunächst für USA ein (incl. aller Formalitäten) danach genehmige ich mir einen obligatorischen Starbucks mit etwas Internet und Mailcheck.

vancouver starbucks

Dann boarde ich und fliege nach Honolulu. Das Gepäck bleibt diesmal ganz (was an ein Wunder grenzt, denn regelmäßige Leser meiner Reisberichte wissen, dass mir in dieser Beziehung in der letzten Zeit das Glück nicht gerade hold war).

Angekommen hole ich mir ein kleines Auto. Gebucht über www.emietwagen.de gibt es keine Probleme und alles ist zu meiner Zufriedenheit. Das Hotel Aqua Palms, 1850 Ala Moana dient mir als Übernachtung. Es ist besser als erwartet, relativ ruhig (soweit man das in der Ala Moana erwarten kann und ein oberes Stockwerk hat, dass dem Ozean abgewandt ist) und die Zimmer sind sauber und mit allem was wichtig ist ausgestattet. Das incl. Frühstück kann man vergessen, deswegen fahre ich  am nächsten Morgen in die Bagel Bakery in der 443 Cooke Street, frühstücke dort und mache anschließend einen langen Spaziergang am Strand.

Strand westlich von Waikiki

Jede Menge Leute joggen, schwimmen oder surfen. Anschließend fahre ich zurück, gehe in ein Chinesisches Buffet neben dem Hotel, checke dann aus und fahre zum Flughafen. Dort gebe ich mein Auto ab und warten auf den Island Air Flug. Im Check In spielt eine Gruppe hawaiiansche Musik und tanzt Hula

Hula-Tänzer auf dem Flughafen2

und vertreibt mir damit die Zeit. Bei der Gepäckaufgabe gab es wider Erwarten keinerlei Probleme wegen Größe und Gewicht des Gepäcks. Auch beim Handgepäck waren Leute mit richtig großen Handgepäckskoffern dabei. Die kleine Propellermaschine war voll besetzt.

island air flieger

Nach 20 Minuten landet der Flieger bereits auf Molokai. Hier ist alles einfach. Das Gepäckband ist gleichzeitig die Sitzbank.

Molokai Airport 

Bei Dollar mieten ich ein Auto. Entgegen anders lautenden Informationen gibt es natürlich einen Wrangler, für den ich ein Upgrade zahlen muss und der von Deutschland aus weder verfügbar noch buchbar war. Nach ca. einer halben Stunden Fahrzeit Richtung Westen erreiche ich Ke Nani Kai. eine Kodominiumanlage an der Westküste.

Mein Condo 106 ist sehr groß und mit allem ausgestattet, was man so braucht: 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, Küche, Computer, Drucker, W-Lan, Golf- und Tennisschläger, VoIP Telefon kostenlos. Der Hausstand ist komplett. Da die Wohnung noch gereinigt werden muss, fahre ich erst einmal in die Stadt zum Hotel Molokai, wo freitags von vier bis sechs hawaiiansche Musik gespielt wird.

einheimische Musiker auf Molokai

Im Flieger hatte ich für das Hotel einen Coupon gefunden, somit erhalte ich eine Vorspeise for free. Cocktails sind ok, das Essen ist lecker, die Musik gut. Ziemlich müde schaffe ich es gerade so nach Hause, inzwischen ist alles sauber und ich gehe direkt ins Bett.

Samstag, 21.10.

Bei einem Morning PT stelle ich fest, dass die Nachbaranlage ziemlich heruntergekommen ist. Danach fahre ich in die Stadt auf eine Agrar-Messe mit Essen und Trinken, Musik und Hula

Kirchenfest in Kaunaka2

Ich bin der einzige Tourist, kaufe Früchte und Hähnchen.Kokospalmenring bei Jessica2

 Danach fahre ich bist in den äußersten Osten an die Halawa Bucht.

osten molokaii3

Es ist eine schöne Fahrt entlang des Strandes. Am Endpunkt angekommen (danach geht es nur noch über privates Land) setze ich mich an das Ufer und lasse mir die zuvor auf dem Markt gekauften Hähnchen und Brownies schmecken.

osten molokaii4

An der Bucht mündet ein Fluss aus dem Tal, das Delta sieht sehr nett aus. Auf der Rückfahrt schaue ich mir die Fishponds (alte Fischteiche) an.

acient Fishponds

Es gibt einige schöne Schnorchelplätze, an denen, da es Wochenende ist, überwiegend Einheimische baden und schnorcheln. Stichstraßen ins Landesinnere resp. 4WD-Wege  finde ich nicht. In Kaukanakakai (der einzigen Stadt der Insel) kaufe ich im Supermarkt ein und fahre nach Hause. Einen kleinen Umweg mache ich noch und fahre in den Palaau State Park am Ende des Highway 470 zum Phallic Rock

Phallic Rock3

und einem Lookout (Kalaupapa Lookout) dort in der Nähe. Beide €žTrails können mit FlipFlops gelaufen werden und dauern auf breitem Weg nicht länger als 5 Minuten bis zu Ihrem Ziel. Der Lookout blickt von Westen kommen über die Peninsula.

peninsula2

Sonntag 22.10.

Nach dem Frühstück suche ich eine Badebucht im Norden. (Moomomi Bay) Es ist ziemlich frustrierend denn es gibt an der ganzen Straße zwar jede Menge Wege, aber sie sind alle durch verschlossene Tore versperrt. Selbst nach kilometerlangen Offroad Fahrten komme ich nur 500 Meter von der Küste entfernt wieder vor einem verschlossenen Tor zum Stillstand. Molokai ist wirklich keine touristenfreundliches Stück Erde. Nach hartnäckigen Versuchen finde ich schließlich eine Einfahrt zur Küste

Moomomi Bay1

und folge ihr. Damit komme ich zwar zur Moomomi aber nicht zu der Bucht, zu der ich eigentlich wollte. Auf der Rückfahrt hangele ich mich von Bucht zu Bucht und schaue mir die wild zerklüftete Nordküste an.

Moomomi Bay4

Schließlich verlasse ich  das Gebiet wieder und fahre nach Kuakapuu ins Kamuelas Cookhouse. Leider hat es sonntags geschlossen. Gegenüber des Cookhouses gibt es einen kleinen Supermarkt. Da es auf der ganzen Insel nicht viele Möglichkeiten zum Einkaufen gibt, war es eine für mich wichtige Information. Hungrig fahre ich weiter in die Stadt, wo die Bäckerei offen hat. Sie bietet zwar nicht viel an aber man wird satt. Danach fahre ich wieder nach Westen nach Mauna Loa. Auch in dieser Richtung gibt es keinen offenen Weg zur Südküste und ich bin ziemlich sauer. Über Ranchland gibt es eine einzige öffentliche Straße, die hinunter zu einem lokalen kleinen Hafen (Hale o Lono) führt, in dem ein einziges Boot liegt. Allerdings ist es nicht wahnsinnig spannend, wenn man diese Straße fährt, da links und rechts nach jeweils 3 Metern der Stacheldraht beginnt. Nach dem Ausflug an die Südwestküste kehre ich ins Condo zurück und laufe einen Berg mit wunderschönem Blick auf den längsten Sandstrand Hawaiis hinauf, um den Sonnenuntergang zu genießen.

3 mile sand beach molokai (west)3

Leider habe ich Pech und es kommen Wolken auf

Anschließend entspanne ich mich im Whirlpool der Anlage und gehe anschließend zu Bett.

Montag 23. 10.

Ich fahre ins (diesmal geöffnete) Cookhouse frühstücken. Das Essen ist amerikanisch, Qualität gut aber für meinen Geschmack zu schwer und zu fettig. Anschließend fahre ich kurz zum Einkaufen in die Stadt und dann wieder gen Westen. Ich fahre zu dem langen Sandstrand und gehe ein wenig dort spazieren. Leider finde ich überhaupt keine Muscheln, dafür ist der Sand sehr schön.

3 mile sand beach molokai (west)2

Die Wellen brechen zu stark, um ohne Flossen ins Wasser zu gehen. Wieder zurück im Condo ziehe ich mich um und fahre in den Osten der Insel zum Dinner in das Hotel Molokai, essen einen Salat und trinke einen Cocktail.

wedding song hotel molokai

Dienstag, 24.10.

Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg zum Pepeopae bog Trail. Er befindet sich am Ende der Forest Reserve Road. Diese wiederum beginnt an einem Friedhof, der etwa 2 Meilen vor der Stadt (aus Westen kommend) links abbiegt.

Auffahrt zum Forest Reserve Trail

Die Forest Road lässt sich bequem mit einem normalen Auto befahren. Sie endet am Waikolu Overlook, Von dort aus geht es nach 2 Meilen weiter, allerdings ist hier ein 4 WD Fahrzeug nötig. Ich fahre in einem Jeep Wrangler und komme ganz bequem durch. Nach den 2 Meilen endet die Straße und der Trail beginnt.

beginn des Kaulahuki Treils (ende Offroad)1

Blick vom Beginn des Forest Reserve

Er ist circa 1,2 Meilen Lang, führt über ein Hochmoor

bog, seltenes hawainianisches Hochmoor

und endet mit einem Blick ins Pelekunu Valley.

Kaulahuki TRail ende3

Der Trail ist als anstrengend beschrieben aber er ist es definitiv nicht.

Kaulahuki TRail4

Kaulahuki TRail5

Trotzdem ist gutes Schuhwerk empfehlenswert, auch lange Kleidung ist von Vorteil, da man sich in 1200 Metern Höhe befindet und es recht feucht ist. Der Pelekunu Lookout am Ende des Trails ist sehr schön, man kann sich trotz des starken Windes gut hinsetzen und etwas essen und trinken.

 

Auf dem Rückweg kaufe ich in der Stadt im Outpost Natural Foods etwas zu essen ein. Die Preise sind hoch, die Qualität ist ok. Ich esse in der geschlossenen Coconut Grove und fahre dann nach Hause. Hier esse ich zu Abend und gehe früh ins Bett.

Mittwoch, 25.10.

Ich versuche, den Wailau Trail zu trekken.

Einfahrt zum Heiau

Das Problem dabei ist, das der Trail nicht mehr supported wird, über privates Land führt und niemand so richtig den Einstieg zu kennen scheint.

eingang in den Wailau TRail

Für mich ist jedenfalls nach einem knappen Kilometer Schluß, da der Pfad auf privates Land führt und die beiden Hunde dort mich davon überzeugen, dass es keine gute Idee sein, hier jetzt weiter zu laufen. Ich bin sauer und fahre die Straße nochmals von Osten nach West im Schritttempo ab, immer auf der Suche nach einem Weg, auf dem es kein verschlossenes Tor oder Warnschilder gibt. Endlich habe ich beim Milemarker 14 Glück und fahre auf einem Weg zum Friedhof des Ortes Uluapue. Von dort aus geht ein Trail in die Berge dem ich folge. Ich komme in einer Stunde auf 300 Höhenmeter (von ca. 1000), dann ist Schluß.

es wird imer dichter

Der Pfad ist komplett zugewachsen, ich käme nur weiter, indem ich mit einer Machete den Weg freischlagen würde

.es geht nur noch im Flußbett weiter

Ausstieg aus dem Trail

Also kehre ich um und fahre zurück ins Condo.  Am Nachmittag fahre ich nach Mauna Loa in den Kite Shop und die Art Gallery des Ortes. Es gibt eine Menge Sachen aus der ganzen Welt aber die Owner fertigen auch selbst Schmuck und kleine Kunstwerke an. Anschließend gehe ich noch am Strand spazieren und diesmal habe ich auch einen tollen Sonnenuntergang. Nach dem Dinner gehe ich noch ins www um den nächsten Tag vorzubereiten und anschließend zu Bett.

Donnerstag, 26.10.

Ich fahre den Highway 480 bis zum Ende, um nochmals zum Hawaiian Recreation Point Moomomi.

auf der richtigen Straße wartet ein verschlossenes Tor

Diesmal laufe ich von dort aus 2 Buchten weiter westwärts und komme zu einem langen sehr schönen Sandstrand.

die Nordküste3

Mit entsprechender Vorsicht wäre hier sogar Baden möglich, allerdings wird es sehr schnell tief. Schatten gibt es keinen aber dafür ist man ganz allein.

an der nrodküste Molokais

Auf dem Rückweg fahre ich an Pudys Macademia Nut Farm vorbei. Man kann probieren und/oder ßsse selbst knacken. Außerdem gibt es Honig und Senf zum probieren sowie frische Kokosnussstreifen zum Dippen.

Lunch habe ich im Hotel Molokai, nachdem ich den Imbiss im Molokai Center (Mrs. Ks?) für schlecht und teuer befunden habe.

Auf dem Weg Ostwärts decke ich mich im Health Food Store hinter der Tankstelle mit Maracujas und mit Strawberry Papayas ein und fahre weiter. Danach will ich zum Iliiliopae Heiau. In der Nähe des Milemarker 16 an dem Postrohr Nummer 488 geht es links einen Weg hinein.

an der Postbox 488

Früher gab es hier ein Tor, dieses liegt inzwischen an der Seite. Es ist derselbe Eingang, den ich gestern nutzen wollte, um zum Wailau Trail zu gelangen und, um es vorwegzunehmen, auch der richtige

Ich fahre ca. 300 m hinein und komme an Parkgelegenheiten auf einer Wegschleife mitten im Wald. Dann geht es zu Fuß weiter bis man nach weiteren 50 Metern rechts ein Haus innerhalb einer Steinmauer sieht. Genau dort gibt es ein in den Baum gehängtes Schild mit dem Heiau darauf, welches nach links zeigt (ich hatte es gestern nicht gesehen und bin geradeaus weiter gelaufen, bis die Hunde mich verjagt haben).

hier links zum Heiau und Wailau trail, nicht geradeaus

Man folgt dem Weg durch einen (meist ausgetrockneten) Fluss und gelangt direkt nach 20 Metern zu dem Heiau.

Heiau4

Der Wailau Trail geht genau dort los und ist (noch) gut sichtbar. Allerdings wird der Trail nicht gepflegt und es ist zu erwarten, dass es weiter oben schwierig wird, ihm zu folgen.

Anschließend  fahren ich zurück zur Stadt. Dort fahre ich auf den Wharf, schaue auf die Insel und esse die Maracujas

Blick vom Hafen auf Molokai

Reiher am Hafen

(man kann es auch abhängen nennen).

Inzwischen ist es Dinner Time und ich fahre zu Kamuelas Cookhouse, esse dort in ordentlicher aber nicht außergewöhnlicher Qualität und höre ein wenig Musik, die ein Einheimischer Musiker nach der normalen Arbeit des Tages dort macht.

Gegen 8 fahre ich nach hause, gehe noch einmal in den Whirlpool und beende den Abend.

Freitag, 27. 10.

Ich muß heute auschecken und nach Big Island €žumziehen. Morgens gehe ich noch einmal an den Long Beach und suche Sunrise-Muscheln. Obwohl ich um sechs Uhr morgens mit dem Sonnenaufgang da bin, ist der Strand bereits abgesucht mit darauf spezialisierten Leuten, die mit Taschenlampen diese seltenen und teuren Muscheln bereits in der Nacht suchen.

Anschließend verfrühstücke ich alle  verbliebenen Früchte, packe und fahre in die Stadt zu Stanleys Coffeehouse

Stanleys Coffeeshop.

Stanleys Coffeeshop2

Danach fahre ich zum Airport, gebe das Auto ab und fliege nach Big Island.

Fazit zu Molokai:

Den Beinamen €žFrindly Island  kann ich leider überhaupt nicht bestätigen. Tourismus scheint nicht erwünscht zu sein und jeder hier lässt es einen spüren. Als sehr schön habe ich die einsamen Strände empfunden. Für einen ruhigen und nicht zu langen Strandurlaub ist die Westseite mit der Condo Anlage Ke Nani Kai

Strandbuchten an der Ke Nani Kai ANlage

unsere Golfplatzanlage1

(oder, soweit ich es sehen konnte, auch Paniolo Hale) zu empfehlen. Die dritte Anlage Kahloa Koi ist sehr heruntergekommen. Einige nette Häuser oder Cottages kann man auch im Südosten mieten, z. B. bei Jessica. Für Kaffee mit kleinen Snacks ist Stanleys CoffeeshopStanleys Coffeeshop02

zu empfehlen und rundherum das Restaurant im Hotel Molokai, mit gutem Essen zum normalen Preis und den einzigen touristisch orientierten und damit freundlichen Menschen, die ich auf der Insel getroffen habe. Weiterhin empfehlen kann ich Kamuelas Cookhouse, allerdings ist das Essen dort ziemlich fett. Alle kleineren Snackläden haben mir soweit ich sie probiert habe, nicht zugesagt, entweder vom Essen oder bereits von der Optik her. Von den beiden guided Trails abgesehen kann man eigentlich nur den oben beschriebenen Trail im Forest Reserve empfehlen, es sei denn, der Wailau Trail sei doch nicht zugewachsen.

Tauchen gibt es zwar, aber auch hier spürt man, dass man eigentlich eher stört. Heiratslocation plus 2 Tage ja, sportive Recreation nein.

Der Flug verläuft normal und ohne die erwarteten Schwierigkeiten w/ Gepäckgewicht und Größe des Handgepäcks. Ich  haben sogar mit das kleinste Handgepäck. Von den im Netz zu lesenden strengen Regeln von Island Air war zumindest bei mir nichts zu spüren.

Diamonds Head2

Wir fliegen über Honolulu und als ich in Hilo aussteige, ist mein Gepäck nicht da. Da ich so lange warten muß,  ist auch der bestellte Wrangler weg, stattdessen bekomme ich ein 4WD Upgrade, ein großes und komfortables Auto, das einiges von einem Jeep auch kann (nicht alles, wie man lesen wird).

Dank GPS finde ich das B&B (Arts & Orchids) problemlos, obwohl es mitten im Dschungel liegt. unser Zimmer im Arts and Orchids2

Spät am Abend kommt dann auch noch mein Gepäck. Inzwischen bin ich geduscht und hungrig. Ich fahre nach Hilo und gehe zu Kens House of Pancake.

Kens Pancake House1

Hier werde ich absolut nicht enttäuscht, das Essen Ist gut und reichlich. Nach dem Essen fahre ich wieder nach Haue und gehe gleich schlafen.

 

Samstag, 28.10.

Nach dem Frühstück besuche ich den örtlichen Flohmarkt in Pahoa bei MM 7 auf dem HW 130. Es gibt neben den typischen gebrauchten Sachen jedeMenge selbst gemachter Kunstgegenstände. Anschließend fahre ich hoch in den Vulkan NP und fahre dort die kompletten Straßen ab. Die Chain of Craters Road hat sehr viele längere Hikes.

1974 Lava Trees3

Tree Molds im 1974 Flow

Tree Molds im 1974 Flow2

Ich entschließe mich, zu einem späteren Zeitpunkt den Hike am Ende der Straße zum Lavafluß zu machen. Auf der Hilina Pali Road, die bis zu einer Klippe mit anschließendem Abstieg zur Küste fährt, treffe ich auf der Rückfahrt den Nationalvogel Hawaiis, die selten gewordenen Nene- Gänse.

nene lars6

Nene2 

Als Teil des Crater Rim Trails geeh ich auf dem 1974 Lavaflow bis zum kleineren Crater des Keanakakoi und dessen Abbruchkante

1974 Flow

Kilauea Rim.

Als die Sonne untergeht, wird es sehr schnell empfindlich kühl in 1100 Metern Höhe, so dass ich auf dem Weg zum aktiven Halemaumau Krater schon mal die Fleecejacke anziehe.

 halemaumau3

Den Abend beendet ein Dinner in Kens House of Pancake, welches wie gestern sehr empfehlenswert ist.

 

Sonntag, 29.10.

Ich starte nach dem Frühstück zum Shuomans Beach, der mir von Leuten, die ich auf Molokai getroffen hatte,  empfohlen worden war als ein kleiner einsamer Strand mit hot spring gleich in der Nähe. Leider habe ich Pech und stehen wie auf Molokai wieder einmal vor verschlossenen Toren.

14 Schlösser..

Da es noch 3,5 Meilen bis zum Strand und ich einfach zu faul bin, diese Strecke zu laufen, komme ich von diesem Plan ab und besuche statt dessen die Mauna Loa Macademia Nut Farm bzw. dessen Visitor Center, in dem es reichlich free Samples gibt;-)) (Es gibt auch Nüsse mit Honig, Knoblauch und Wasabi!!!)

Macademia Nut Farm 

Anschließend fahre ich den südlichsten Teil der Insel, die Puna Coast, ein recht dünn besiedeltes Gebiet (überwiegend Hippies und Leute die nicht auffallen wollen). Das Gebiet selbst ist wunderschön und birgt jede Menge warmer und heißer Quellen sowie natürlicher Dampfbäder.

Zunächst suche ich den Lava Pond. Er liegt am nördlichen Ende der 137. Diese geht weiter auf einer unpaved Road, die aber noch mit normalen Fahrzeugen befahrbar ist. Nach ca. 2 Meilen kommt ein kleines Stück Asphalt (ca. 50 Meter) und direkt hinter diesem Stück geht es rechts in den Wald hinein Richtung Küste. Hier ist jetzt Allrad notwendig und für die letzten 50 Meter dieses Weges ein Sperrdifferenzial (sonst besser das Auto stehen lassen und laufen). Unten angekommen, geht man nach links etwas 40 Meter und dann trifft man auf einen Pond, der sowohl von den sich brechenden Wellen als auch von einer heißen Quelle gespeist wird. Je nachdem ob gerade Ebbe oder Flut ist, ist auch die Temperatur höher oder niedriger.

Lava Pool im Osten, am Ende der 137

Als nächstes fahre ich zum Ahalanui Pond, einem zum Freibad ausgebauten Pond mit angenehm warmen Wasser und allen sanitären Einrichtungen.

 Pualaa Hot Spring

Eine Meile weiter ist der Isaac Beach Park. Der Name täuscht, es ist eigentlich eine Bootsrampe.

weg zum hot pool

Die Welle, die hier ankommt ist hervorragend zum Boggieboarden oder surfen geeignet, relativ einfach knapp über Anfänger Level. Die fast unbekannte Attraktion jedoch ist eine versteckt liegende heiße Quelle, in der man wochentags meist völlig allein sitzt und die extrem klares Wasser hat

.hot pool

Fährt man die 137 bis zum südlichen Ende weiter

puna coast3 

und läuft von dort über die Lava zum Meer kommt man an einen herrlichen schwarzen Strand der noch so neu ist, dass er bis jetzt keinen Namen hat.

 

 

Der ehemalige Black Sand Beach der Gegend wurde genauso wie das Dorf Kalapana durch Lavaströme ausgelöscht (ein paar Leute haben ihre Häuser wieder auf der Lava aufgebaut und ein paar hatten auch das €žGlück, dass die Lava um ihre Häuser drum herum gelaufen ist. Nun haben sie zwar dort Häuser aber keine Zufahrt und wohnen mitten in einer Lavawüste). Ein Stück die 137 zurück und dann die 132 bis zum Ende gefahren, kann man die Reste des Dorfes genau ansehen. Am Ende kommt man an einen Parkplatz von dem aus man, vom östlichen Ende kommend zur fließenden Lava laufen kann. Für mich ist das heute zu spät und ich fahre zu Kens zum Abendessen und beschließe den Abend.

 

Montag , 30. 10.

Für heute habe ich mir einen längeren Trail vorgenommen. Da er nicht im Nationalpark liegt, ist er auch nirgends beschrieben, als versuche ich es hier. Der Trail ist hochinteressant, denn er führt direkt zum Vent des PuuOo, dem aktiven Krater, von dem all die Lavaströme kommen, die im Moment fliessen . Man fährt von Hilo kommend auf dem Highway 11 bis zur South Glenwood Road. Dieser folgt man bis zum Ende. Sie ändert ihren Namen in â€Captains Drive. Am Wald angekommen stellt man das Auto ab (nichts Wertvolles drin lassen!) und folgt dem Trail (Blaue Zeichen!). Er führt einige Meilen durch Regenwald (ich habe bei Licht 2 Stunden gebraucht). Wenn der Wald aufhört kann man den PuuOo aus ca. 1,6 km (gemessen bis zum Krater Rand) beobachten.

 am waldrand zum puuoo2

Wenn man weiter geht riskiert man sein Leben, allerdings gibt es einen Geologen Trail, der direkt bis zum Kraterrand führt.

puuoo rim zone 

Man sollte Gasmasken dabei haben und hoffen, dass der Wind nicht dreht. GPS Daten für den Trail schicke ich gern auf Anfrage zu.

lavafelder auf dem weg zum puuoo2

lavafelder auf dem weg

Ich gehe bis auf einen Kilometer an den Rim heran, wage aber den Aufstieg nicht, da ich keine Ausrüstung dafür mit habe. Als ich wieder zurück bin, fahre ich nach Hilo, kaufe einige Dinge ein. Ich merke, wie ich starke Kopfschmerzen bekomme und komme gerade noch so nach Hause. (Die Dämpfe sind wohl nicht jedermanns Sacheâ)  Den Rest des Tages verbringe ich im Bett und am nächsten Morgen ist alles wieder in Ordnung.

Dienstag, 31.10.

Ich starte nach einem wie immer leckeren Frühstück Richtung South Point. Unterwegs erkundige ich mich im Visistor Center des Nationalparkes nach der Luftqualität und der Vulkanaktivität, da ich heute Abend dahin gehen will, wo die Lava ins Meer fließt. In Naalehu kaufen ich in der südlichsten Bäckerei sehr leckeres (süßes) Brot.

südl. Bäckerei Hawaiis 

Außerdem gehe ich in das Hana Hou Restaurant.

süedl. Restaurant

Der Kaffee ist gut, aber der Kuchen nur durchschnittlich. turtle Roof

Kurz hinter MM56 liegt der Punaluu Black Sand Beach. Er ist sehr touristisch und nicht halb so €žBlack wie der neue Strand am Ende der 137. Aber die Attraktion des Beaches sind die Schildkröten, von denen ca. ein halbes Dutzend direkt am Ufer schwimmen. Zwischen MM 69 und 70 geht links die South Point Road ab. Kurz vor dem Ende biege ich links ab Richtung Green Sand Beach. Die Straße ist eine wirkliche 4 WD Road! Ich fahre sie nicht bis zum Ende und laufe die restliche Meile zur Mahana Bay

GReen Sand Beach2.

Die Bucht ist wirklich wunderschön.

GReen Sand Beach 

Ein wirklich einfacher Abstieg in die Bucht befindet sich etwas in der Mitte der Bucht Über eine Holzleiter. (Abstieg ist mit FlipFlops möglich). Der Sand ist nicht grün, aber die Farbmischung wirkt oliv (mit Bronze).

Auf dem Rückweg fahre ich direkt in den NP, die Chain of Craters Road hinunter bis zum Ende der Straße und laufe durch die kalte Lava zum Hot Stream. Die Ranger erläutern gern noch einmal den Weg. Es gibt 6 Marker, die nachts (meist) leuchten und außerdem ist der gefährliche Teil an dem die Tube austritt, mit einem Seil abgesperrt.

aktive lava

Auf dem Weg sehe ich einen kleinen Tornado in den Bergen, der sich aber bald wieder auflöst. Nach ca. 1,5 Stunden komme ich an den warmen Stellen an. Ich sehe hervorragend die vom Berg herunterkommende Lava,

lavaflow vom puuoo2

 

aktive lava7

 Austrittsstelle ins Meer

lavaaustritt ins meer

Es ist wirklich faszinierend und die Anstrengung wirklich wert. Nach insgesamt 5 Stunden bin ich wieder zurück. Unterwegs habe ich jede Menge Leute getroffen mit Sportschuhen oder gar FlipFlops mit wenig Wasser oder ohne Taschenlampen. Wenn man in die Dunkelheit hineingehen möchte: auf jeden Fall Trekkingschuhe, ordentliche Taschenlampen und Ersatzbatterien!

 

Mittwoch, 01.11.06

Nach dem Frühstück fahre ich die Ostküste Richtung Norden, durch Hilo durch wo ich zunächst einmal auftanked. Ich  fahre auf dem Highway 19. Kurz nach milemarker 7 fahre ich einen 4 Miles Scenic Drive Richtung Küste, der sehr schön ist. Ich  komme vorbei am Hawaii Tropical Botanical Garden, der sehr schön ist und seinen Eintritt (15$) wert ist. Mückenspray nicht vergessen. Weiter geht die Fahrt Über Brücken, von denen man sehr schön in die Täler schauen kann. Eine Meile nach dem Botanischen Garten kommt man zu €žWhats Shakin, bei dem man hervorragende Smoothies für um die 6$ bekommt.

beste Smoothies2

Die smoothies bestehen wirklich nur aus Früchten und Fruchtsaft, die Qualität ist hervorragend.

Ich lasse die Akaka Falls links liegen, da es wirklich nur eine Touri Ort ist und fahr  weiter Richtung Norden. Ich fahre die 19 bis MM 43 und biege dann auf den Mamalahoa Hwy. Eine schöne Straße, an der einige große und mit Taschenlampe begehbare Höhlen liegen. Bei MM 52 stoße ich wieder auf die 19 und fahre nach Waimea. Die Landschaft hat sich völlig verändert, man glaubt eher in Texas als auf Hawaii zu sein, selbst die Leute sind so gekleidet.

parker ranch

Die Stadt wird dominiert vom Parker Ranch Center mit diversen Geschäften. Das Visitor Center kostet 7$ Eintritt und ich meide es. Auf der weiteren Fahrt sehe ich sehr alte und inaktive Vulkane (kohala Mountain), es ist ein sehr schönes Hügelland, ein bisschen wie Irland.

Kurz nach Waimea biege ich auf die Saddle Road,

blick zur saddle road

die durchgehend asphaltiert ist, auch wenn der Belag nicht überall gut ist. In einigen Teilen wird sie gerade ausgebaut, aber auch jetzt ist sie schon ohne Probleme zu  befahren. Da das Wetter hier wie so oft sehr schlecht wird, sehe ich weder Mauna Loa noch Mauna Kea, obwohl die Straße auf 2000 Metern direkt zwischen den beiden 4000ern durch geht.

Wieder in Hilo angekommen gibt es einen Lunch im Cafe 100, die leckeres Fast Food hawaiianischer Art zu vernünftigen Preisen haben (die verschiedenen Loko Mocos versuchen!)

Als Entspannung nach einem wirklich wenig anstrengenden Tag gönne ich mir ein Bad in den warmen Quellen des Ahalanui Warm Spring, gelegen am Hwy 137.

Um wenigstens noch etwas Bewegung gehabt zu haben fahre ich an das Ende der 130 und starten in der Dämmerung Richtung Lavaflow. Ich brauche 30 Minuten dann stehe ich auf dem Hot Stream und der Boden unter mir ist heiß. Dann erspähe ich endlich ein Lavaloch, dass mir ja gestern versagt geblieben war, taste mich vorsichtig ran und schaue tatsächlich in fließende Lava.

aktive lava9

lavaflow unterirdisch4

Es ist sehr heiß und mir ist auch etwas mulmig. Die Fotos werden überwiegend schlecht, da die Einstellung ein Problem ist. Ich kehre um und mit GPS und Taschenlampe ist der Rückweg zum Auto kein Problem. Für den gesamten Weg von 5,8 KM brauche ich incl. der Zeit die ich bei der Lava verbracht habe 1:40h. Inzwischen ist es völlig dunkel, ich unterhalten mich noch mit ein paar Leuten, und fahre dann zurück ins B&B.

im orchids

 

Donnerstag, 02.11.06

 

Ich beginne den Tag mit einem schönen warmen Bad in dem Naturpool  im Isaac Hale Beach Park. Dazu fahre ich die 130 bis zur Kreuzung 132, dort links und bei einer langen Linkskurve geradeaus, dann stößt man genau auf den Beach Park. Das schöne daran ist jedoch nicht die dortige Bootsanlegestelle und der hervorragende Boogie Bord Strand sondern ein kleiner Hot Pond. Dazu geht man direkt neben der Anlegestelle Richtung Wald und kommt nach 100 Metern an den Pond.

Vom Hale Park aus fahre ich zunächst die Küstenstraße weiter und dann die nächste Verbindung zur 130 hoch.  Genau dort gibt es auf der Ozeanseite einen Pullout, dort parken und einfach den Trampelpfaden folgen und man kommt zu Steamvents, natürlichen Dampfsaunen.

Steam Vent

Danach fahre ich noch einmal in den Nationalpark. Auf dem Weg dahin besuche ich ein weiteres Mal die Mauna Loa Macademia Nut Farm und deren Visitor Center mit den free samples;-)) Im Nationalpark  laufe ich den  Kilauea Iki Trail

Blick in den Kilauea Iki und Kilauea sowie Halemaumau 

 

Kilauea iki Trail2 

Der Trail ist 4 Meilen lang und dauert nur eine Stunden und 10 Minuten.

im kilauea iki krater2

Man könnte ihn sogar mit FlipFlops gehen.  Aber er ist sehr schön, geht zur Hälfte durch den Wald und zur anderen Hälfte direkt durch den Krater.

Auf dem Rückweg fahre ich nach Hilo und mache einen Rundgang durch die dortige Mall. Neben dem Buchshop Borders gibt es den €žIsland Naturals, in dem man sowohl leckere bereits zubereite Speisen als auch Lebensmittel kaufen kann.

Anschließend gehe ich ein weiteres Mal essen bei Kens. Donnerstags gibt es dort Hawaiianisches Essen, ziemlich authentisch und wie immer gut.

 

Freitag, 3.11.

 

Nach dem Frühstück packen ich, verabschiede mich und fahre Richtung Hilo. Nachdem ich im Island Natural Food Store nochmals ein paar kleine Dinge eingekauft hab,n fahre ich über die Saddle Road dem Cottage auf der Kona Site in Puako entgegen. Etwa in der Mitte der Saddle Road befindet sich die Straße zum Gipfel des Mauna Kea. Ich fahre sie zunächst bis zum Visitor Center, erkundige mich dort nach den Bedingungen und fahre dann weiter Richtung Gipfel. Auf der Fahrt auf der saddle Road habe ich die ganze Zeit schon ein merkwürdiges Wolkengebilde beobachtet. Im Visitor Centre nennen Sie diese Art Wolke Lense Cloud und meinen so etwas komme etwa 10-mal im Jahr vor.

lense cloud4

lense cloud lars5

Auf dem Weg zum Gipfel schwindet das schöne Wetter leider, so dass ich oben auf ca. 4100 Metern nicht viel sehe. Ich will  auf jeden Fall noch einmal hoch, um zu einem Bergsee zu laufen und abends den Sonnenuntergang und die tolle Sicht auf die Sterne zu genießen.

Auf der Weiterfahrt habe ich im Gegensatz zum letzten Mal auf der Saddle Road recht gutes Wetter. Das Navigationssystem möchte abkürzen und fährt mich an einen Feldweg mit verschlossenem Gate. Schade, so muß ich den Highway über Waimea nehmen. In Puako angekommen beziehe ich das Cottage (Nummer 197 auf der Straße  (Schmeltz@hawaii.rr.com)

terasse in Puako

und mache mich auf den Weg nach Kona. Die Stadt ist sehr touristisch. Ich esse eine chinesisches Buffett in der Kameamea Mall, welches von der Qualität mäßig und von der Freundlichkeit schlecht ist (freitags und Samstag knapp 16 $ pro Person.). Dann gehe ich noch einkaufen. Es gibt eigentlich alles außer einem Walmart Supercenter. Der Natural Store nahe des Safeway ist nicht nur im Schnitt billiger als dieser sondern hat auch ausgefallene und frische Sachen sowie fertiges Essen.

Wieder im Cottage angekommen, trinke ich noch ein Bier am Strand und suche Schildkröten (es ist Vollmond und ich nehme die Taschenlampen mit). Danach beenden wir den Abend.

 

Samstag, 04. Nov. 2006

 

Ein richtiger Hang Loose Tag: Ichr schlafe bis 8, frühstü+cken in aller Ruhe und gehen anschließend schnorcheln. Am Ende der Straße in Puako ist das beste Schnorchelriff der Umgebung incl. Eines guten Ein- und Ausstiegs. Ich sehe die üblichen tropischen Fische, nichts besonderes, aber es ist sehr schön. Das Wasser ist nicht so kalt wie gedacht, aber trotzdem ein deutlicher Unterschied zu z. B. den  Malediven. Anschließend fahre ich zurück, dusche und gehe an den €žHausstrand genau gegenüber. Dieser ist zwar nicht so schön, aber dafür schwimmen jede Menge Schildkröten im flachen Wasser.

turtles bei puako

Den restlichen Tag verbringe ich mit Lesen. Zum Sonnenuntergang gehe ich wieder ans Meer, er ist trotz einiger Wolken herrlich, auch wenn das Naturphänomen der €žGreen Flash heute nicht auftritt.

sunset puako3

sunset puako5

 

Sonntag, 05. 11.

 

Da Sonntag ist, will ich  versuchen, die überfüllten Strände zu vermeiden. So fahre ich in den Norden. Zunächst geht es über die 190. Laut dem Reiseführer eine schöne Straße. OK, man hat eine Aussicht auf den Ozean in ca. 500 Meter Höhe, aber das ist auch schon alles. Für einen Blick auf die großen Berge ist der Himmel zu nebelig. In Waimea biege ich auf die 250. Das scheint eine wirklich schöne Straße mit viel mehr Grün zu sein, aber hier befinde ich mich  leider komplett in den Wolken und so haben ich keine Aussicht. Ich fahre mit einer Gruppe von ca. 20 Harleyfahrern weiter nach Kapaau. Der Norden macht einen rauen Eindruck, aber er wirkt nach dem touristischen Kona etwas ehrlicher. Da hier King Kameamea

kamahameha 1

geboren wurde, gibt es natürlich auch hier viele Tourirestaurants, Souvenirläden und ähnliches. Die 270, die im Norden Richtung Osten führt, hört an einem Lookout in das Pololu Valley auf. Es gibt einen schönen Trail hinein, den ich allerdings leider nicht gehen kann, da er nach dem Erdbeben im Oktober 2006 gesperrt wurde.

kohala Forest trail closed

 palmflechter

Zurück Richtung Hawi und dann weiter die 270 diesmal an der Westküste Richtung Süden. Einige im Reiseführer beschriebenen Schnochelstrände besuche ich, kann Ihnen aber nichts abgewinnen, da sie w/ des Sonntag voll sind und ich auch keine rechte Lust habe, heute zu schnorcheln. In Kawaihae sehe ich mir den kleinen Hafen an und die paar Geschäfte, die es dort gibt. Es ist deutlich weniger touristisch und das bleibt auch hoffentlich noch eine Weile so. Beim Mauna Kea Resort muß ich  schwindeln und vorgeben, dort etwas zu essen zu wollen, da der öffentliche Strand nur etwas 30 Parkpätze hat die alle voll sind. Es gibt dort einen Strahler, der nachts das Plankton anzieht, so dass man eine gute Chance hat, Mantas zu sehen. Der Strand ist schön und hat alles, was man zum Baden und Schnorcheln braucht. Allerdings ist die See sehr ruhig, so dass ich keine Aussagen zu Boggieboarden machen kann. Auch die nächsten beiden Strande kurz vor Puako eignen sich als Sandstrände sehr gut zum Baden und Entspannen, wohingegen Puako selbst das ungeschlagene Schnorchel und Shorediverevier ist, zusammen mit den vielen Schildkröten, die man aus nächster Nähe beobachten kann.

Montag, 6. November 2006

 

Ich stehe um 5.30 auf, trinke einen Kaffee ,  packe die Tauchsachen und fahre Richtung Kona. Die ganzen Tauchboote werden in der Marina 2 Meilen vor Kona ins Wasser gelassen. Ich bin etwas zu früh da und muß warten. Die Toiletten dort sind nicht das, was man gern hätte. Um 7.30 tauchen die Pacific Rim Divers auf. Sie haben im Internet gute Kritiken, die ich nicht bestätigen kann, zumindest kommt es bei mir nicht bis zum Tauchen, und das geht mehreren in der Gruppe der Wartenden so. Als wir zu ihnen kommen, gibt die Frau (Patrice) vor, uns nicht zu kennen und uns nicht gebucht zu haben (ich habe 2 mal mit ihr gemailt, dann die Reservierung mit Kreditkarte bestätigt, in den letzen 3 Tagen vor dem Tauchen noch einmal 4 mails mit der Bitte um Bestätigung geschrieben aber nichts mehr von der Firma gehört. Kurzum, welche Beweggründe sie hatten, uns nicht zu wollen, weiß ich nicht, jedenfalls scheint uns die Buchungsorganisation desolat, da sie weder ein Büro noch eine Adresse angeben, wo man sich persönlich hinwenden könnte, kann ich von Pacific Rim Divers nur abraten. Ziemlich sauer fahre ich zurück und da ich nun schon einmal aufgestanden bin, fahre ich weiter nach Kawaihae zu den Kohala Divers. Hier sind die Boote nicht voll (obwohl heute schon draußen), ich kann entspannt morgen früh mit nur 5 Fahrmeilen statt der heutigen 60 (30 Anfahrt) mittauchen. Die Leute sind nett und ich jetzt weniger ärgerlich und gespannt auf Morgen. Anschließend fahre ich zu einem Frühstück nach Waimea ins Hawaiian Style Cafe.

hawaiian style cafe2

Das ist ein Frühstück! Ordentlicher Kaffe mit Free Refill, und Portionen die einfach zu groß sind als das man eine Chance hätte, sie aufzuessen. Obwohl amerikanisches Frühstück, kann ich zumindest sagen, das die Qualität sehr gut ist. Alles in allem sehr empfehlenswert, besonders, wenn man auch Hunger hat.

Danach kann ich mich  zwar kaum noch bewegen, fahre aber trotzdem über die Saddle Road zum Mauna Kea hinauf. Heute ist das Wetter herrlich und die Sicht zum Mauna Loa beeindruckend gut. Ich sehe auf einem kleinen Trail am Visitor Center Silberschwerter

Silversword1

im Gegensatz zu Wikipedia kommen sie auch hier vorâ, anschließend fahre ich bis zum Gipfel und ich laufe auf den True Summit, einige hundert Meter entfernt.

Mauna Kea, summit

Mauna Kea, summit blick zu mauna loa

Vom True Summit zum Mauna Loa

Es ist hundekalt und sehr windig. Bei der darauf folgenden Abfahrt mache ich noch einen Hike weg zum see

zu einem uralten See, dem

 acient lake3

Lake Waiau, dessen Wasser durch das Abschmelzen der Eisschicht aus der letzten Eiszeit entstanden ist und der weder einen Zu- noch einen Abfluss hat und nur von der Schneeschmelze in jedem Jahr gespeist wird.

 

Dienstag, 07.11. 2006

 

Ich stehe um 6:30 auf, trinke einen Kaffee und Tee und starte zu dem Tauchboot. Die Leute sind alle sehr nett und kompetent. Wir fahren die Dive spots €žPotters Reef" und €žBlack Beach Coves an. Die Sicht ist schlecht, da Wind aufgekommen ist. Aber abgesehen davon ist der Tauchspot verglichen mit denen, an denen ich bisher getaucht bin sagen wir mal weniger sehenswert. Die Empfehlung ist: Wenn ihr die Wahl habt, lasst euer eigenes Gepäck zu Hause und leiht Euch vor Ort mal das Material für einen Shoredive in Puako. Die Bootdives sind nicht zu empfehlen, allerdings ist die Crew von Kohala Divers wirklich Spitze.

Nach dem Tauchen fahre ichr nach Puako, esse etwas und verbringe den restlichen Tag  mit lesen, am Strand sitzen und joggen. Der Sonnenuntergang ist heute sehr schön, das Schauspiel des €žGreen Flash jedoch sehe ich auch heute nicht.

Sonnenuntergang

Mittwoch, 8. November 2006

 

 Nach dem Frühstück fahre ich über Kona hinaus weiter nach Süden, um das Kennen lernen der Insel abzurunden. Ich fahre vom Highway 11 auf die 160 ab, eine schöne, kurvige Strecke, die nicht sehr befahren ist und wo man deswegen langsam fahren kann. Unten angekommen bin ich in der Kealakekua Bay mit dem Monument Captain Cooks (Britischer Grund und Boden!!). In der Bucht kann man Kajak fahren, die Fischbestände sind hier geschützt. Oft sieht man Delphine, allerdings habe ich nicht das Glück. Mit dem Erbeben im Oktober ist ein Teil der Steilküste in den Ozean gestürtzt, aber davon sieht man jetzt kaum noch etwas.

Ich fahre die 160 weiter direkt an der Küste entlang bis zur Honaunau Bay. Hier gibt es einen Historischen Park, der pro Person 5 Dollar Eintritt kostet. Mich interessiert allerdings viel mehr die rechts davon gelegene Stelle zum Boote ins Wasser lassen und das dortige Schorchelrevier. Für hawaiiansche Verhältnisse ist es das beste Revier auf der Insel und vergleichbar mit der Hanauma Bay auf Oahu. Ich schnorchle die Bay ab. Es gibt reichlich Korallenfische zu sehen, die Hartkorallen sind noch intakt obwohl es extrem viele Seeigel gibt. Das Wasser hat sehr viele Sprungschichten, da offensichtlich kalte Quellen existieren.

Nach dem Ausflug ins Wasser fahre ich zurück nach Kona, shoppe noch ein wenig und fahre dann nach Puako zurück.

 

Donnerstag, 09.11.2006

 

Dieser Tag ist zweigeteilt, die erste Hälfte so richtig zum abhängen.

gecko3

Ich stehe spät auf, beim Joggen ist es schon richtig heiß,wenn man so spät losläuftâ.. Nach dem Frühsück ordne ich schon mal  Sachen ein wenig und schaue, was ich noch alles zu essen und zu trinken habe. Mittags gehe ich zum 69-Beach. Dieser sehr schöne Beach befindet sich gleich nördlich von Puako. Man fährt nicht zurück auf den Highway 19 sondern biegt vorher schon links ab auf eine kleine Straße, die parallel zur Küste verläuft. Der Strand müsste eigentlich 71-Beach heißen, denn man muss am Telefonmast 71 (ja, sie sind nummeriert und werden zur Kennzeichnung genutzt) links zur Küste abbiegen und kommt 300 Meter weiter zu den Parkplätzen. Der beach eignet sich sehr gut zum Schwimmen und Schnorcheln, weniger zum Boggie-Baorden und gar nicht zum Surfen, da es schlicht keine Welle gibt. Zum Schnorcheln immer direkt am Ufer halten, entweder am Einstieg links oder rüber schwimmen an einem kleinen FKK-Strand vorbei und dann dort die Lava Küste entlang. Neben den normalen Korallenfischen (überwiegend Butterfly verschiedener Arten) sehe ich Needlefische und eine Seeschlange, die möglicherweise auch ein zu klein geratener Aal sein könnte. (30 cm, schwarz weiß geringelt, schwimmt im Freiwasser). Die Vielfalt der (hart)Korallen hält sich in Grenzen, aber zum Schnorcheln sehr schön. Es gibt hier auch nicht so viele Seeigel wie in der Hananau-Bay. Ab und zu sind Sprungschichten mit ziemlich kaltem Wasser da, das hier wohl über Quellen in den Ozean fließt. Es gibt  Toiletten und Umkleiden sowie Süßwasserduschen und auch Schatten, in dem man liegen kann.

Anschließend fahre ich zurück, ziehe mich um und fahre auf den Mauna Kea. Ich komme gerade rechtzeitig um in 4160 Metern Höhe einen wunderschönen Sonnenuntergang zu erleben (an der Küste war es bedeckt).

mauna kea sunset2

mauna kea sunset5

mauna kea sunset6

Dann fahre ich  ab bis zum Visitor Center und erlebe ein wunderschönes Star-Gazing. Mehrere recht gute Teleskope sind aufgebaut und es gibt mehrere Astronomen, die Ahnung haben und gern alles zeigen und erklären. Im Visitor Center werden Filme abgespielt, es ist sehr interessant und absolut sehenswert. Das Visitor Center gibt sich wirklich eine Menge Mühe und hat auch gute Ressourcen. Es gibt jede Menge Sternschnuppen, mehr, als man Wünsche hat, man sieht die ISS und diverse Satelliten. Ich kann einen solchen Abend nur empfehlen. Warme Kleidung ist allerdings ein Muss! (Und: man kann diesen Trip auch für 150 $ pro Person bei Reiseveranstaltern kaufen, wenn man zu faul ist, sich selbst ins Auto zu setzen. Schlecht nur, wenn man die Höhe nicht verträgt, denn die düsen ohne Akklimatisierung direkt auf 4100.

 

Freitag, 10. Nov. 2006

 

Heute reise ich ab, also packe ich nach dem Frühstück und fahre  gegen 10 Uhr ab. Ein Frühstückck im Hawaiian Cafe in Waimea gebe ich mirs noch, dadurch bin ich fürr den Rest des Tages satt. Dann fahee ich über die 19 nach Hilo und shoppe noch ein bisschen und schlage so die Zeit tot. Danach folgt Autoabgabe und Check In. Der Rückflug nach Honolulu erfolgtüber Aloha Airlines, von Honolulu über Vancouver nach FFM mit Canadian. Wieder mal ist ein Urlaub vorbei.

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